Das christlich-jüdische Abendland


Quelle: jette-rudolph.de

Schwarz-gelbe Bundestagskoalition streitet über Leitbild für die Gesellschaft – Mehrere FDP-Politiker fürchten, dass der Bezug auf „jüdisch-christliches Abendland“ als Ausgrenzung verstanden werden kann

KATH.NET

Über die Bedeutung der Formel „christlich-jüdisches Abendland“ als Leitbild für die deutsche Gesellschaft ist es in der schwarz-gelben Bundestagskoalition zu einem Streit gekommen.

Mehrere FDP-Politiker, darunter Generalsekretär Christian Lindner, befürchten, dass der Bezug auf ein christlich-jüdisches Abendland als Ausgrenzung verstanden werden kann. Das Grundgesetz verlange ein Leitbild, das unabhängig von der Religion oder persönlichen religiösen Überzeugungen sei, heißt es in ihren „Thesen für ein republikanisches Integrationsleitbild“. Zu dessen Grundlagen sollten Weltoffenheit, Toleranz und Leistung gehören.

Dieser Ansicht widerspricht der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion, Johannes Singhammer: „Wer den Bezug auf das christlich-jüdisches Abendland als Ausgrenzungsformel schmäht, leugnet eine europäische Tradition von 1600 Jahren und legt die Axt an die Basis der Menschenrechte.“

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2 Comments

  1. mir gefällt die bezeichnung christlich-jüdisch nicht. Europas Kultur baut auf der Renaissance, dem Humanismus und der Aufklärung auf und nicht auf dem Christentum, auch wenn viele Staaten christlich waren.

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  2. Zitat Kath.net:

    „Dies habe der Staatsrechtler Ernst-Wolfgang Böckenförde klassisch so formuliert: ‚Die freiheitlichen Ordnungen können die Voraussetzungen nicht schaffen, die ihren Bestand gewährleisten.'“

    Nach zig Erläuterungen hat Kath.net das Böckenförde-Diktum entweder immer noch nicht verstanden oder Gerhard Czermak hat Recht und es wird wider besseren Wissens instrumentalisiert. Ich vermute Letzteres…

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