Vatikan: antiquiert, technophob, Verweigerung und Wikileaks


Laut einer Einschätzung der US-Botschaft in Rom ist eines der Hauptprobleme des Vatikans die Kommunikationspolitik. Die Kardinäle seien „technophob und ignorant“, nur wenige hätten eine Email-Adresse und ein einziger Papst-Berater verfüge über ein „Blackberry“-Smartphone, ist in einem vom „Guardian“ veröffentlichten Dokument zu lesen.

derStandard.at

In dem Bericht der Botschaft in Rom an das US-Außenministerium werden die Berater („generell Männer über 70“) des Papstes als „italozentrisch“ beschrieben, in Benedikts Umfeld finde sich niemand, der moderne Kommunikations- und Medientechnologien verstehe. Außerdem umgebe sich der Papst mit Jasagern, so dass sich oft niemand finde, der ihm schlechte Nachrichten überbringt.

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Vatikan verweigert Mitarbeit am Missbrauchsbericht

Neue Wikileaks-Enthüllungen: Der Vatikan hatte die Anforderung von Informationen über die irischen Missbrauchsfälle als „Affront“ gesehen.

WELT ONLINE

Der Vatikan hat laut Enthüllungen der Internetplattform Wikileaks eine Zusammenarbeit bei der Untersuchung von Kindesmissbrauch durch katholische Geistliche in Irland verwehrt. Die Anforderung von Informationen über die Missbrauchsfälle durch die sogenannte Murphy-Kommission im vergangenen Jahr habe „viele im Vatikan verärgert“, die in der Anfrage einen „Affront gegen die Souveränität des Vatikan“ gesehen hätten, zitierte die britische Zeitung „The Guardian“ am Samstag aus einer von Wikileaks veröffentlichten Depesche der US-Botschaft in Rom. Der Vatikan störte sich demnach an der Form der Kontaktaufnahme.

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Vatikan-Wikileaks: «Antiquierte Macht – nützlich als Verbündeter»

FOCUS Online

Der Vatikan als ein konservatives und «veraltetes Machtgefüge» mit einem schlechten internen Kommunikationssystem – so beschreiben von Wikileaks veröffentlichte US-Depeschen den Kirchenstaat. Kardinalstaatsekretär Tarcisio Bertone sei ein Ja-Sager und spreche nur italienisch, Pressechef Padre Federico Lombardi besitze zwar als einziger einen Blackberry, habe aber dafür keinen direkten Draht zu Papst Benedikt XVI., hieß es. Dennoch schätzten die USA den Heiligen Stuhl wegen seiner weitreichenden Verbindungen in der Welt angeblich als «nützlichen Verbündeten».