Hausunterricht und Schlupflöcher


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800 Kinder gehen weder auf öffentliche noch auf private Schulen – Bisher gibt es in Deutschland keine behördliche Erlaubnis für Hausunterricht, der in vielen anderen Staaten üblich ist

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Um Kindern den in Deutschland verbotenen Hausunterricht zu erteilen, finden immer mehr Eltern Schlupflöcher. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Sie verweist auf Erkenntnisse von Jan Edel (Lüdenscheid), dem Vorsitzenden des Vereins „Schulbildung in Familieninitiative“. Er weiß von 800 Kindern, die allein von ihren Eltern unterrichtet werden. Das ist wegen der in Deutschland geltenden Schulpflicht strafbar.

Doch die Hausschuleltern seien den Behörden stets einen Schritt voraus, so die FAZ. Einige täuschten einen Umzug ins Ausland vor, andere behaupteten, ihre Kinder besuchten eine Privatschule in einem anderen Bundesland. Einige Schuldirektoren schauten auch weg, wenn Kinder nicht zum Unterricht erscheinen. Dem widerspricht Sylvia Schill (Berlin), Sprecherin der Kultusministerkonferenz: „Jedes Kind ist registriert und in unseren Unterlagen.“ Wenn Kinder nicht zur Schule gingen, schritten die Schulbehörden ein. Im äußersten Fall bringe die Polizei die Kinder zur Schule. Der FAZ zufolge ist Deutschland eines der wenigen Staaten, in denen Hausunterricht verboten ist. Seit 1938 gelte eine strikte Schulanwesenheitspflicht.

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1 Comment

  1. Eigentlich stimme ich dem Argument zu, das Eltern selbst entscheiden sollten wie und wo und ob ihr Kind zur Schule, wenn das dann aber zu zuständen führt in dem die Kinder zu religiösen Parteisoldaten erzogen werden, kann ich homeschooling nicht verteidigen.

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