Kauder will in den Irak – Respekt


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Kauder: „Wir lassen verfolgte Christen nicht allein.“

Am Freitag berät der Bundestag über einen Antrag der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und FDP mit dem Titel „Religionsfreiheit weltweit schützen“. In den vergangenen Monaten hat sich die Lage der Christen im Irak weiter zugespitzt und auch in Europa bleibt die Verwirklichung der Religionsfreiheit in der Türkei unbefriedigend, argumentiert die die CDU/CSU-Fraktion. Vertreter der Kirchen werden zu Gast sein. CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender Volker Kauder erklärt auf evangelisch.de, warum die Fraktion diesen Antrag stellt.

Von Volker Kauderevangelisch.de

Auch in diesem Jahr wird in den Kirchen in Deutschland wieder die Weihnachtsgeschichte gelesen werden. Dann werden auch die drei Weisen aus dem Morgenland vorkommen, die dem Stern bis nach Bethlehem folgten und beim Anblick des Kindes niederfielen und es anbeteten. In einigen Übersetzungen werden diese Weisen auch als Sterndeuter bezeichnet. Das Wissen über Sterne und Planeten war vor allem im damaligen Babylon weit verbreitet. Seine Bewohner hatten sich einen guten Ruf in dieser Wissenschaft erworben und wurden von den Nachbarvölkern oft pauschal als Sterndeuter bezeichnet. Es ist daher anzunehmen, dass die Weisen aus dem Morgenland aus dem Gebiet des heutigen Iraks kamen.

Aus dieser Gegend erreichen uns dieser Tage besonders schockierende Nachrichten. Ende Oktober stürmte ein Al-Qaida-Kommando eine Sonntagsmesse in Bagdad und nahm die Gottesdienstbesucher als Geiseln. Als die irakischen Sicherheitskräfte die Kirche befreit hatten, zählten sie über 50 Getötete. Die Gewalt ist im Irak allgegenwärtig und sie trifft alle. Angehörige religiöser Minderheiten sind jedoch überdurchschnittlich häufig betroffen, weil sie in besonderer Weise von den Extremisten verfolgt werden und sich weniger als andere auf den Schutz durch die Sicherheitskräfte verlassen können. Es ist also notwendig auch im Bundestag auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen.

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Herr Kauder, vor Ort kann man an besten helfen. Ihre Entscheidung, die Christen im Irak nicht alleinzulassen, ist respektabel. Gute Reise.

3 Comments

  1. „…Für verfolgte und bedrängte Christen interessierte sich bei uns lange Zeit kaum jemand. Mit der christlich-liberalen Koalition hat sich dies geändert. Wir haben Religionsfreiheit zu einem wichtigen Anliegen gemacht und uns im Koalitionsvertrag zum Einsatz für verfolgte Christen verpflichtet.“

    Warum werden diese Leute als Christen dort bedrängt oder verfolgt? – ganz einfach, weil sie einem anderen religiösen Unsinn folgen als dem im dortigen Gastland und womöglich dort auch noch versuchen, ihren eigenen Glaubenswahn anderen überstülpen zu wollen, ist es nicht so?

    Haben denn hierzulande die „angeblichen politischen Grössen“ denn nichts besseres zu tun, als sich ständig um irgendwelchen Religionshumbug zu kümmern?

    „…Auch in diesem Jahr wird in den Kirchen in Deutschland wieder die Weihnachtsgeschichte gelesen werden. Dann werden auch die drei Weisen aus dem Morgenland vorkommen, die dem Stern bis nach Bethlehem folgten und beim Anblick des Kindes niederfielen und es anbeteten.“

    Ja, ja und wohl ewiglich wird die Märchenstunde weitergehen…. 😡

    „…Herr Kauder, vor Ort kann man an besten helfen. Ihre Entscheidung, die Christen im Irak nicht alleinzulassen, ist respektabel. Gute Reise.“

    Ja, gute Reise wünsche ich ihm auch, aber nur unter der Voraussetzung, dass er hoffentlich für sich das vermeintliche „Anliegen seiner christlich-liberalen Koalition“ ernst nimmt und für immer dort bleiben mag. :mrgreen:

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  2. Ich frage mich, wie man auf die Idee kommen kann, es wäre Aufgabe der deutschen Politik, sich um die verfolgten Christen im Irak zu kümmern?

    Es gibt wahrlich auf der grossen weiten Welt bedürftigere Gruppen.

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  3. man könnte jetzt böse sagen: sollen sich die christen doch der mehrheit des gastlandes anpassen.

    ich wünsche dem mann eine gute reise 🙂

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