Die LINKE Gottlosigkeit?


Quelle: frankfurter rundschau

Auch die Linke hat bekennende Christen“

Von Jan Korte The European

Wofür steht Die Linke heute? Viele der klassischen Kernthemen werden inzwischen von allen Parteien besetzt, die Herausforderungen haben sich gewandelt. Ein Gespräch von Alexander Görlach mit Jan Korte über die Rolle der Kirchen in der Zivilgesellschaft und die pro-europäische Linke.

The European: Welche Rollen spielen Kirchen, Religionsgemeinschaften in unserem säkularen Gesellschaftsbetrieb?
Korte: Ich persönlich bin ja konfessionslos, glaube auch nicht an Gott. Trotzdem ist das Thema interessant für mich: Es gibt logischerweise in meiner täglichen politischen Arbeit im Wahlkreis eine recht enge Zusammenarbeit zwischen den Kirchen und der Linken zu den Fragen Sozialberatung und Gerechtigkeit – da spielen die Kirchen weiterhin eine Rolle in den Gemeinden.

Da, wo ansonsten alles kreuz und klein privatisiert wurde, wo es kaum noch Kulturangebote oder Sozialangebote gibt, haben die einfach eine wichtige Funktion. Gleichzeitig haben die Kirchen natürlich auch eine strukturelle Krise. Es ist ja nicht so, dass ihnen die Mitglieder haufenweise zulaufen. Ich bin bewusst nicht in der Kirche; ich bin Atheist. Trotzdem gibt es da eine vernünftige Zusammenarbeit.

The European: Das ist aber keine Zugangsvoraussetzung für Die Linke, oder?
Korte: Nein. Im Gegenteil, wir haben ja nun auch bekennende Christen. Der bekannteste ist Bodo Ramelow, der sehr stark in Kirchenfragen unterwegs ist. Das gehört auch zu einer pluralistischen Linken dazu. Wäre ja schlimm, wenn wir da nach Glaubensstand entscheiden würden.

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1 Comment

  1. Korte:
    Es gibt logischerweise in meiner täglichen politischen Arbeit im Wahlkreis eine recht enge Zusammenarbeit zwischen den Kirchen und der Linken zu den Fragen Sozialberatung und Gerechtigkeit – da spielen die Kirchen weiterhin eine Rolle in den Gemeinden.
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    Man sollte sich mal ein bisschen besser über die Kirchen informieren, Herr Korte.
    Ihre sogenannte Sozialberatung lassen sich die Kirchen bestens bezahlen und ziehen allerlei Vorteile für sich raus, genau wie bei Kindergärten auch. Und was hat es mit Gerechtigkeit zu tun wenn gerade die reichsten Imobilien / Großgrund und Kapitalbesitzer wie die Kirchen vom Staat noch mit Miliarden jährlich beschenkt werden ? Und sind nicht gerade die Kirchen die undemokratischsten und frauenfeindlichsten Organisationen und die Erfinder des schlimmsten Dogmatismus überhaupt ?
    Ich glaub auch das Sie ihre Überzeugungen ihrem oportunismus unterordnen.

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