Todesstrafe, Höllenqualen und Heiliger Krieg


Pierre Vogel (20min.ch)

Islamistische Prediger bewegen sich mit ihren Aussagen am Rande der Verfassungsmässigkeit. In Deutschland rücken sie in den Blickpunkt der Behörden. Pierre Vogel ist nicht der Radikalste.

von Ulrich Kraetzer, AP

Islamistische Prediger des sogenannten Salafismus stehen im Blickpunkt der Sicherheitsbehörden. Laut Verfassungsschutz handelt es sich um die am schnellsten wachsende radikale Strömung innerhalb des Islams. Ihre Vorbeter predigen meist auf deutsch und verbreiten ihre Botschaften auf sogenannten Islamseminaren in Moscheen, vor allem aber im Internet.

Als grösste salafistische Gruppe in Deutschland gilt der Verein „Einladung zum Paradies“ (Braunschweig/Mönchengladbach) mit dem rheinländischen Konvertiten Pierre Vogel. Als besonders radikal gelten die Prediger der Gruppe „Die wahre Religion“ (Köln/Bonn). Anders als Vogel und der Verein „Einladung zum Paradies“ legitimieren sie auch den bewaffneten Heiligen Krieg.

In diesem Artikel werden Aussagen dokumentiert aus im Internet verbreiteten Ansprachen von Predigern dieser Gruppen.

Pierre Vogel, „Einladung zum Paradies“:

„Wenn Allah befiehlt, dass ein verheirateter Ehebrecher und eine Ehebrecherin gesteinigt werden, was ist dann? Dann ist das richtig, dass derjenige der diesen Befehl bekommen hat, wie der Prophet Mohammed, dass er es macht. Und wenn er es nicht macht, dann ist er Gott ungehorsam.“

„Laut Grundgesetz darfst du deine Frau nicht nötigen. Im Islam ist es erlaubt, dass in speziellen Fällen, wo die Frau Gott gegenüber ein Verbrechen begeht, dass es dem Mann erlaubt ist, der Frau einen Schlag zu geben, der einer Nötigung gleich kommen würde. (…) Das ist dem Mann erlaubt, aber das ist keine Pflicht im Islam, sondern das ist lediglich erlaubt. (…) Das heisst: In der Realität kommt es gar nicht zu einem Problem.“

„Wenn Sie, Frau Merkel, oder auch ihr Verantwortungslosen vom Verfassungsschutz und Co., die ganzen anderen Behörden, wenn Ihr heute sterbt, ohne den Islam angenommen zu haben, oder morgen oder übermorgen, oder in hundert Jahren von mir aus, dann werdet Ihr danach für alle Ewigkeiten in die Hölle gehen.“

„Ich schlage vor, lassen Sie und doch einfach mal, Frau Merkel, für ein Jahr für die muslimische Jugendlichen zum Beispiel in Neukölln, für die ganzen Gangs und so, die Scharia einführen. Das heisst, für Ehrenmord gibt?s die Todesstrafe, für Klauen, Raub, gibt?s die Hand ab und dann wollen wir mal schauen, wie das ganze sich entwickelt.“

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