Schismatiker gibt päpstlichen Orden zurück


Gergoriusorden, wikimedia.org

Staatssekretariat hat auf die Aussagen von „Wir-sind-Laien“-Aktivist Kohlmaier reagiert und eine „Erklärung“ verlangt. Dieser reagiert verschnupft und gibt Orden zurück, den er durch die Vermittlung der Erzdiözese Wien bekam

KATH.NET

Der umstrittene ehemalige ÖVP-Politiker Herbert Kohlmaier, der vor wenigen Tagen als selbsternannter Vertreter einer „Laieninitiative“ gegen Rom gewettert hat, wird seinen vor 16 Jahren verliehenen päpstlichen Gregorius-Orden zurückgeben.

Kohlmaier hatte vor wenigen Tagen mit schismatischen Forderungen für mediales Aufsehen gesorgt und nach mehreren medialen Aufregungen jetzt auch von Rom einen Rüffel bekommen. Offensichtlich hat das vatikanischen Staatssekretariat auf die Thesen von Kohlmaier reagiert und in einem Schreiben darauf hingewiesen, dass die hohe kirchliche Auszeichnung „Respekt und Wohlwollen gegenüber dem Nachfolger Petri und dem Apostolischen Stuhl erwarten lässt“. Man erwarte daher von Kohlmaier eine „Erklärung“ für sein Verhalten. Besondere Brisanz bei Kohlmaier: Noch in den 90er-Jahren erhielt er auf Antrag der Erzdiözese Wien den Gregoriusorden, den vierthöchsten Orden für Verdienste um die römisch-katholische Kirche.

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