Belgien: Anklage gegen den Papst?


Wie belgische Medien am gestrigen Tage berichteten, planen Rechtsanwälte, die eine Reihe von Missbrauchsopfern vertreten, den Papst und den Vatikan in Belgien anklagen zu lassen.

Rechtsanwalt Walter Van Steenbrugge und sein Kollege Christian Mussche sind der Auffassung, dass die Missbrauchsfälle ihre Ursache in der katholischen Kirche haben. Aus diesem Grunde wurde durch beide Anwälte Verbindung zu jenen Kollegen, in den USA, aufgenommen, die bereits in der Vergangenheit versucht hatten den Papst zu verklagen.

Die belgischen Juristen verweisen auf ein Gesetz der katholischen Kirche, welches die Priester und Funktionäre derselben zum Schweigen verpflichtet. Durch dieses Schweigen geht der Missbrauch weiter. Diese Gesetze wirken von Aussen in die betreffende Gesellschaft. Aus diesem Grunde sollte es möglich sein, die Verfasser und Hüter, dieser Gesetze, anzuklagen. Die Anwälte sehen im Schweigen die Hauptursache für den Missbrauch von Kinder und Jugendlichen über Jahre hinweg.

Quelle: Brabands Dagblad

1 Comment

  1. Der Papst als Chef eines totalitären kleinstaates gehört sowiso angeklagt, in Belgien ist das erfreulicher Weise möglich. Der internationale Gerichtshof in Den Haag müßte eigentlich auch längst gegen Papst und Vatikan tätig werden.
    Papst und Vatikan haben ein vielfaches an sexuellem mißbrauch zu verantworten als der Bosnier Karacic der auch angeklagt wurde.

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