Das FBI und der Vatikan


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„WikiLeaks“-Dokumente zeigen Kontakte der amerikanischen Bundespolizei zur päpstlichen Gendarmerie auf – Letztes Jahr attackierte eine psychisch labile Frau Papst Benedikt bei der Christmette

Von Ulrich NersingerKATH.NET

„Wir sind vorbereitet“, lautet die freundliche, aber lapidare Antwort eines Verantwortlichen des vatikanischen Sicherheitsapparates. Zu der Frage, ob sich Attacken, wie sie sich bei den mitternächtlichen Weihnachtsmessen des Heiligen Vaters in den vergangenen Jahren zutrugen, wiederholen können, möchte er keinen weiteren Kommentar abgeben. Eine junge Frau hatte am Heiligabend beider Jahre versucht, den Einzug des Papstes nach St. Peter zu stören. 2009 riss sie den Papst zu Boden, bevor der Kommandant der vatikanischen Gendarmerie die psychisch labile Frau mit Schweizer und italienischer Staatsbürgerschaft überwältigen konnte; der 87jährige ehemalige Kurienkardinal Roger Etchegaray war bei dem Tumult verletzt worden und musste mit einem Oberschenkelhalsbruch in ein römisches Krankenhaus gebracht werden.

Dass die Täterin auf den Tag genau, in ähnlicher Kleidung und beinahe an derselben Stelle ein zweites Mal eine Attacke auf den Heiligen Vater unternehmen konnte, empfanden die Sicherheitskräfte des Papstes als eine Blamage.

Die Päpstliche Schweizergarde und die vatikanische Gendarmerie sehen sich heute besser gerüstet. Vor allem die Kooperation mit ausländischen Polizei- und Sicherheitsbehörden wurde intensiviert. Schon im Oktober 2008 war der Vatikan als 187. Staat der internationalen kriminalpolizeilichen Organisation INTERPOL beigetreten.

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