Katholizismus: Die überlebten Krisen


Paul M. Zulehner, Foto: wikipedia

„Kirche geht es nicht so schlecht, wie manche gerne hätten“

kath.web

„Der Kirche geht es nicht so schlecht, wie sowohl die fanatischen Befürworter rechts und einige hämische Kritiker von links gerne hätten.“ Das sagt der Wiener Pastoraltheologe em.Prof. Paul M. Zulehner in einem Interview mit den „Vorarlberger Nachrichten“ (Mittwoch-Ausgabe). Die Kirche verfüge über so viele ehren- und hauptamtliche Personen wie keine andere zivilgesellschaftliche Einrichtung. In ihr engagieren sich laut Zulehner Menschen, „die weniger Angst und dafür mehr belastbare Solidarität haben, auch mit den Anderen und den Fremden“. Vor diesem Hintergrund sei verständlich, dass in Österreich nach wie vor 51 Prozent der Aussage zustimmen „Ohne die christlichen Kirchen wäre das Land sozial ärmer“, verwies der Wiener Religionssoziologe auf jüngste Studien.

Religion rangiere in Umfragen nach wichtigen Lebensbereichen und Institutionen zwar nicht im Spitzenfeld, aber noch weit schlechter kämen Politik und Medien weg. In Vorarlberg sei „an Gott glauben“ im Jahr 2010 noch immer 52 Prozent der Befragten wichtig, so Zulehner. „Nachdenklich macht freilich, dass jenseits des Einflusses der Kirchen immer mehr Menschen keinen Zugang zum Glauben an Gott und ein Leben nach dem Tod finden.“ Vorarlberg habe mit immerhin 19 Prozent die meisten Atheisten aller österreichischen Bundesländer. „Zugleich nimmt aber auch die spirituelle Suche zu“, hebt Zulehner hervor: „Nach langem Gottesfasten regt sich neuer Gotteshunger.“

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3 Comments

  1. Klicke, um auf 101227%20IV%20Vorarlberger%20Nachrichten.pdf zuzugreifen

    Die Vorarlberger Nachrichten schreiben objektiver als Katweb. Nur für 24% der Bewohner Vorarlbergs sei Religion wichtig, schreibt die Regionale Tageszeitung.

    Und es kann ja sein das für 52% „an Gott glauben“ noch wichtig ist. Das sagt aber nichts über die Popularität ihres „einzigen Gottes“ aus. Das heist 52 % glauben an irgendeinen „Gott“ oder haben wohl meist eigene Vorstellungen die mit denen der Katholiken aber größtenteils nicht identisch sind. Dieser Glaube ist auch sehr oberflächlich und nicht tief verwurzelt.
    Ihre Zurechtbiegerei von Umfragen nützt den Katholiken gar nichts, sie stecken auch in „katholischen“ Ländern wie Österreich tief in der Kriese.

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  2. @ Argus7,

    tja, leider.

    „…„Nachdenklich macht freilich, dass jenseits des Einflusses der Kirchen immer mehr Menschen keinen Zugang zum Glauben an Gott und ein Leben nach dem Tod finden.““

    … weil es glücklicherweise auch immer mehr Menschen gibt, die endlich begreifen, das dies alles Unfug ist – und das ist gut so!

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  3. Solange die menschliche Dummheit und die Gutgläubigkeit nicht auszurotten ist, hat eben auch die kath. Kirche stets eine reelle Chance, alle ihre Krisen zu überleben !

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