Wie der Westen den Islamismus hätschelte


Quelle: mdz-moskau.eu

Akten belegen westliche Hilfe für Islamisten in 80ern

AFP

Westliche Mächte wie die USA und Deutschland haben laut freigegebenen britischen Akten Anfang der 80er Jahre den Widerstand in Afghanistan gegen die Sowjetunion unterstützt und damit die Ausbreitung des Islamismus gefördert. Kurz nach dem sowjetischen Einmarsch im Dezember 1979 trafen sich am 15. Januar 1980 hochrangige Regierungsvertreter aus der Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA in Paris, um ihre Reaktion auf die Invasion abzustimmen, wie aus Dokumenten hervorgeht, die das Nationale Archiv Großbritanniens nach Ablauf der Sperrfrist freigab.

An dem Treffen nahmen demnach der Nationale Sicherheitsberater der USA, Zbigniew Brzezinski, sowie der britische Kabinettssekretär Robert Armstrong teil. Armstrong informierte nach dem Treffen seine Regierung, dass die Teilnehmer zu dem Schluss gekommen seien, dass es „im Interesse des Westens“ sei, den Widerstand in Afghanistan „zu ermutigen und zu unterstützen“. Er habe empfohlen, die Unterstützung der islamischen Widerstandskämpfer solle von „unseren Freunden“ koordiniert werden. Mit dieser Formulierung umschrieb er die westlichen Geheimdienste.

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5 Comments

  1. Was mich immer wieder verwundert, ist die Tatsache, dass verschwiegen wird, wer die Gotteskrieger zwischen der Periode des Sieges der Kommunisten im afghanischen Bürgerkrieg und der Stationierung der Roten Armee in Afghanistan unterstützt hat. An erster Front Pakistan mit Unterstützung der USA, die dem Erzfeind ein rotes Vietnamfiasko beschweren wollte, indem sie das Entsenden sowjetischer Truppen in Afghanistan provozieren wollten. Erst nach einigem Zörgern stimmte die UdSSR dem Gesuch der damaligen afghanischen Regierung zu und tappte in dieser verhängisvollen Falle, die unter anderem die wirtschaftliche Lage der UdSSR massiv belastete.

    In anbetracht der Defizite, empfehle ich folgendes Lehrmaterial zu studieren:
    „Kriegsbeute Mensch – Wie Regierungen ihre Soldaten verraten“

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  2. @nickpol danke für die Quelle….

    So wurde offenbar schon die alte BRD „am Hindukusch verteidigt (Struck, SPD)“ …..war wohl ein sehr früher NATO Einsatz „out of area “ ………. 😉

    …aber immerhin Merkel’ts inzwischen …am Hindukusch sei wohl doch Krieg…die Bundeswehr kümmert sich – mit Blutzoll – um Altlasten…..? 😉

    ..und wie ist das mit der Bundeswehr auf dem Balkan?

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  3. Der „Einmarsch“ sowjetischer Truppen in Afghanistan ist auch ein Märchen. Die recht fortschrittliche Regierung Afghanistans hatte mit der Sowjetunion ein Stationierungsabkommen, Militärabkommen usw geschlossen. Die Rote Armee unterstützte die Afgghanische Armee nur gegen Banden. Als diese Banden die Regierung besiegt hatten führten sie auch blos gegeneinander und das Volk Krieg.
    Der Gipfel der Heuchelei war auch noch der Bojkott der Olympischen Spiele in Moskau durch die USA, die BRD und einiger weiterer Länder wegen dem angeblichen Einmarsch.

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  4. Wer das Weltgeschehen aufmerksam verfolgt, weiß längst, welch fragwürdige Rolle die Großmächte Russland, die USA, aber auch Deutschland in den Achtziger Jahren in Afganhistan gespielt haben. Heute stehen wir vor den Scherben dieser Politik. Mit militärischen Mitteln dürfte der Konflikt in Afganhistan nicht zu lösen sein. Demokratie im westlichen Sinne in Afganhistan zu etablieren, wird auf längere Sicht Wunschdenken bleiben.

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