Säkulare Gesellschaften und das Diktat der Märkte


Quelle: jesus.ch

Eine neue Seite aufschlagen – wer möchte das nicht? Kommt Zeit, kommt Rat, sagte das Sprichwort. Das neue Jahr ist da, Schulden und Sackgassen aber nicht verschwunden. Was schenkt Gott?

Von Peter Schmidjesus.ch

Was als Errungenschaft gepriesen wurde, weil es Europa gut aussehen liess und vieles vereinfachte, hat sich als Zwangsjacke erwiesen. Die anhaltende Zitterpartie des Euro ist der Zahltag für die Verschuldung: Länder leben lange über die Verhältnisse, und weil sie im Währungsraum nicht mehr abwerten können (geringere Kaufkraft als Strafe, tiefere Löhne als Chance im internationalen Wettbewerb), ziehen sie den Euro insgesamt in die Tiefe.

In der Sackgasse stecken Länder auch aus anderen Gründen. Italiens Ministerpräsident, der diesen Namen nicht verdient, weil er statt dem Staate sich selbst dient, bleibt im Amt. «Der alte Kontinent ächzt und stöhnt, von Aufbruchstimmung, Dynamik und Zukunftsglaube keine Spur», schreibt der NZZ-Chefredaktor zum Silvester. Es gelte nun abzuspecken und masszuhalten. «Eine passive, am Tropf staatlicher Zuwendung hängende und zunehmend egoistisch und rücksichtslos agierende Gesellschaft vermag die Zukunft nicht mehr günstig zu beeinflussen; sie degeneriert und fällt im globalen Wettbewerb entscheidend zurück.»

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3 Gedanken zu “Säkulare Gesellschaften und das Diktat der Märkte

  1. Bürger

    @ jesus.ch
    Totalster Unsinn, die USA sind also Christlich und daher weniger kapitalistisch als Europa, das angeblich säkular und deshalb der Diktatur des Marktes folgt.
    ______________________________________________
    @ Staatlich Lernbehinderter
    Matktwirtschaft gibt es wirklich nicht und funktioniert nirgends auf der Welt denn ohne Staat wären unsere Banken und Konzerne längst Pleite. Unsere Landwirtschaft wäre längst Pleite und die Energiekonzerne und die Autoindustrie und der Bergbau uswuswusw. Ohne staatliche Wirtschaftsplanung geht geht also auf jeden Fall gar nichts, egal in welchem Land.
    Und frei bin ich als Teilnehmer auch nicht den der staatlich geplanten „Marktwirtschaft“ kann man sich kaum entziehen und wenn dann muss man sich das erst mal leisten können.

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  2. Zum Artikel:
    Märkte zeichnen sich genau dadurch aus, dass sie gerade nichts diktieren. Auf Märkten handeln freie Teilnehmer und es wird gerade niemand zu einem Handel genötigt und gezwungen. Zu aufdringliche Marktstände kann man sogar meiden. Das ist ja das Schöne am Sich-Vertragen. Zwang, Nötigung und Gewalt wird nur von Staatsgläubigen verteidigt.

    Zu Argus7:
    Jemandem, der Gott erfahren hat, werden Sie kaum überzeugen können, dass es ihn nicht gibt. Es gibt übrigens sehr viel, von dem wir nichts wissen. Deshalb bin ich da reichlich weniger apodiktisch in meinen Aussagen.

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  3. Argus7

    Solange der Religionswahn gehegt und gepflegt wird, kann sich kein neues Denken entwickeln. Aus religiösen Mythen und Märchen entstehen keine neuen Erkenntnisse, die dazu angetan sind, die Welt humaner weiter zu entwickeln. Es gibt nun mal keinen Gott, der uns etwas schenken könnte. Wer dies vertritt und behauptet, betrügt nicht nur sich selbst, sondern die ganze Welt.

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