Vom Stalinismus der Mina Ahadi


Mina Ahadi, Foto: brightsblog

Der Iran ist wahrlich keine Wohlfühldemokratie. Im Gottesstaat der Ayatollahs und eines fanatisch-konservativen Präsidenten namens Ahmadinedschad gibt es keine Religionsfreiheit, jedenfalls nicht wenn andere Religionen als der schiitische Islam gesellschaftliche  Ambitionen anmelden. Von bürgerlichen Grundrechten und -freiheiten ganz zu schweigen.

Der Iran zeigt aber auch deutlich, dass es den Islam nicht gibt. Steht er doch konträr zum Wahhabismus Saudi-Arabischer Prägung, der sich immerhin als der Exportschlager religiöser Kultur erweist.

Infomationen aus dem Iran sind oftmals subjektiv eingefärbt und von dem Überbringer der Information, hinsichtlich Wahrheit, Objektivität und zeitnaher Berichterstattung abhängig. Kritisches Hinterfragen, Recherche unterbleiben oft, und werden dem Sensationsgehalt und der Wirkung geopfert.

Eine besondere Freiheitskämpferin in Sachen Iran ist das Mitglied des Politbüros  des Zentralkommitees der Arbeiterkommunistischen Partei Irans, Mina Ahadi. Sie scheint hinsichtlich der Innen-und Außenpolitik des Landes eine gewisse Deutungshoheit zu besitzen. Als österreichische Staatsbürgerin lebt sie in Köln und organisiert, leitet den Kampf gegen das Regime der Ayatollahs im Iran. Zur Zeit der Herrschaft des Schahs gehörte sie der linken Opposition im Lande an. Und mit der Rückkehr Chomeinis organisierte sie Demonstrationen und Protestaktionen. Der Widerstand gegen den vermeintlichen 12ten Imam hatte Folgen. Sie wurde vom Studium der Medizin an der Univerität in Täbriz ausgeschlossen.

Ihr Ehemann wurde vom iranischen Geheimdienst verhaftet und hingerichtet. Sie selbst wurde in Abwesenheit zum Tode verurteilt, lebte einige Zeit im Untergrund Teherans und ging dann in den Norden des Landes, um sich in den Kurdengebieten ihrem antiimperialistischen Kampf, der die Ayatollahs einschloß, zu widmen. Sie lebte 10 Jahre bei der kommunistischen Untergrundbewegung Komalah und ging 1990 nach Wien ins Exil. Offensichtlich kamen keine Gelder mehr aus der Sowjetunion um das Banner der kommunistischen Weltrevolution weiter zu führen. Dem ewiggestrigen Gedanken der permanenten Weltrevolution verhaftet, schrieb sie sich den Krieg gegen die Religionen auf die Fahne. Schon mal gekennzeichnet mit einer Maschinenpistole, um es ganz deutlich auszudrücken. So war es jedenfalls auf der Fahne der Arbeiterkommunistischen Partei Irans zu sehen. In der jüngsten Vergangenheit ist man bemüht sich ein friedfertigeres Outfit zu geben. Als Atheistin kämpft sie nicht nur gegen den Islam, sondern gegen jedwede Religion, auch das Christentum. Religion ist für sie der Unterdrückungsapparat schlechthin.

Wer Mina Ahadi in der Diskussion erlebt hat wird in der Argumentation kaum einen Unterschied zwischen ihr, einem Mullah Omar oder Kardinal Meisner feststellen. Diese Seelenverwandschaft hat Konsequenzen, so wird dann auch locker mal einer rechtspopulistischen Internet-Plattform ein nettes Interview gegeben. Da es gegen den Islam geht drücken die Berufs-Antikommunisten selbst ihre Hühneraugen zu. Sie, die sofort die kommunistische Bedrohungskeule schwingen sind in ihrer Islamophobie nicht nur blind, sondern auch noch taub. Mit dem Denken gibts eh Schwierigkeiten.

Ahadis Religionsersatz, die kommunistisch-sozialistische Befreiung der Menschheit vom Joch der Ausbeutung und Unterdrückung, versteht sie hervorragend zu verschleiern. Ihr atheistischer Fundamentalismus, ihre irrationale Argumentation in der Religionskritik, ohne Kenntnisse der Schriften eines Immanuel Kant, Ludwig Feuerbach, Jean Paul, Max Horkheimer und Hans Blumenberg,um nur einige zu nennen, lässt die Entwicklung europäischer Gesellschaften völlig außer acht. Ihr scheinen die Aussagen und Argumente von Marx, Engels, Lenin und den von ihr geliebten Mansoor Hekmat völlig auszureichen. Die durch Stalin verwirklichte intellektuelle Verkrüppelung ganzer Generationen von Menschen lässt sie kalt.

Ganz pragmatisch setzt sie auf den argumentativen „roten Terror“ Lenins. Gut ist was Schlagzeile macht, der Preis spielt keine Rolle. Auffallen, koste es was es wolle.

Wikipedia

So störte Mina Ahadi mit Gleichgesinnten im Jahr 2000 eine Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung mit dem Titel „Iran nach den Wahlen“. Anwesend waren säkulare iranische Intellektuelle sowie prominente Vertreter des Reformlagers um den damaligen Präsidenten Mohammad Chātami. Mina Ahadi und ihre Mitstreiter skandierten so lange Parolen, bis die Veranstaltung abgebrochen werden musste. Als sie die Organisatoren der Konferenz als Sprecherin der Protestierenden ans Mikrofon baten, um die Menge zu beruhigen, hielt sie eine Brandrede und bewirkte das Gegenteil. Anwesend waren auch Mitarbeiter des iranischen Geheimdienstes, die diese Szenen mitschnitten. Die Bilder eines Mobs, der „Tod der islamischen Republik!“ ruft, während die Spitzen der iranischen Opposition auf einem Podium betreten dreinschauen, wurden tags darauf im iranischen Staatsfernsehen gezeigt. Die Folge war, dass das Regime in Teheran alle Teilnehmer der Konferenz nach deren Rückkehr verhaften und zu teils mehrjährigen Haftstrafen verurteilen ließ, u.a. Akbar Gandji und Hassan Yussefi Eshkevari. Mina Ahadi wies jede Verantwortung dafür von sich. Der „Tageszeitung“ (taz) gegenüber sagte sie: „Das islamische Regime hätte diese Leute so oder so verhaftet.“  Der iranisch-stämmige Publizist Bahman Nirumand kritisierte die Aktion mit den Worten: „Jeder politisch denkende Mensch hätte voraussehen können, dass so etwas passiert,“ und ergänzte „Sie hat dazu beigetragen, die Leute ans Messer zu liefern.“

Wer solche Freunde wie Mina Ahadi hat, braucht keine Feinde mehr. Stalin hat während seiner Zeit als Generalsekretär der KPdSU in bestechender Manier dafür gesorgt, dass seine Gesinnungsgenossen verhört, gefoltert, erschossen und verbannt wurden. Parallelen bei Mina Ahadi kommen nicht von ungefähr.

Erstaunlich, die Kommunistin Ahadi wird unkritisch, hinsichtlich ihrer Weltanschauung, von den bürgerlichen Medien gesehen und für konspirative Aktionen genutzt. Während westliche Kommunisten weitestgehend in der bürgerlichen Gesellschaft diskreditiert sind, wird Mina Ahadi exponiert und durchaus fachlich qualifiziert in Stellung gebracht. Der Zweck heiligt die atheistischen Mittel. Dabei muss auch dem letzten Atheismus-Apologeten klar sein, geht es nach Mina Ahadi kommt nach dem iranischen Gottesstaat die kommunistische Diktatur des Proletariats, ohne Meinungspluralismus. In den Kerkern des Irans sitzen dann eben nur andere Personen ein.

Wikipedia:

Ein weiteres Beispiel ist der Fall der beiden deutschen Journalisten, die Mitte Oktober 2010 im Auftrag von „Bild am Sonntag“ in der westiranischen Stadt Täbriz ein Interview mit dem Sohn der zum Tod durch Steinigung verurteilten Iranerin Sakineh Mohammadi Ashtiani machen wollten. Die beiden Männer reisten, wie sie sagten, auf Anraten von Mina Ahadi nicht mit dem eigentlich notwendigen Journalistenvisum ins Land, sondern mit einem Touristenvisum und wurden darauf verhaftet und der Spionage bezichtigt. Nach ihrer Festnahme beschuldigten sie die Aktivistin – die ihnen auch fernmündlich bei der Übersetzung vom Persischen ins Deutsche half – von ihr über die schwierigen und gefährlichen Verhältnisse in der Islamischen Republik getäuscht worden zu sein. Ahadi bestritt dies und erklärte, die Journalisten seien auf eigenen Wunsch nach Iran gereist.

Abgesehen von der in meinen Augen beispiellosen Naivität der beiden Journalisten, mit einem Touristenvisum in den Iran zu reisen, bleibt noch zu bemerken:
Das Interview mit dem Sohn von Ashtiani fand statt, Ahadi hat am Telefon übersetzt, vom sicheren Deutschland aus und hat natürlich die Ereignisse der Verhaftung der beiden Journalisten in Echtzeit erfahren und sofort publizistisch ausgenutzt. Die Beratung und Vorbereitung des Coups hatten die Journalisten mit Ahadi verwirklicht.
Da finden es dann deutsche Politiker und Medien bizarr, wenn die zum Tode verurteilte Iranerin rechtlich gegen Ahadi und die Journalisten vorgehen will. Verarscht wurde letztlich sie und ihr Sohn, ebenso wie die beiden Journalisten.

Ahadi hat Ashianti, deren Sohn und die zwei Journalisten eiskalt instrumentalisiert. Jemand der jahrelang illegal im Iran gelebt hat, kennt die Mittel und Methoden geheimdienstlicher Kräfte.
Professionelle Unterstützung, sowohl politisch als auch humanistisch sieht anders aus. Ahadi ging es nur um den Knall-Effekt und ihre mediale Selbstinszenierung.

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26 Comments

  1. @ Bela
    Aber Frau Ahadi ist doch alles andere als ein unbeschriebenes Blatt, bei Wikipedia oder dem Verfassungsschutzbericht kann man doch vieles nachlesen und sie räumt es ja wohl selbst auch ein.

    Ahadi und ihre Komalah waren Partisanen (Terroristen) erst gegen den Schah von Persien und verbündet mit Kohmeini und den Islamischen. Als Khomeini gegen den Schah und dann mit Hilfe des „Westens“ gegen andere Linken gewonnen hatte, räumte man auch mit der verbündeten Komalah mit Frau Ahadi auf, die im Untergrund dann fortan gegen die Islamische Republik als Terroristen kämpften. Deshalb führt Frau Ahadie jetzt einen persönlichen Rachefeldzug mit Lügen und Fälschungen, der Niemandem ausser ihr selbst nützt.

    Fragt sich auch wie Frau Ahadi zu der Serie von blutigen Terroranschlägen im Iran steht, zumal Sie ja jetzt auch für „Krieg gegen den Islam“ eintritt. Jedenfalls greifen „Zeugen“ gegen „Terroristische Islamisten“ wie Frau Ahadi offensichtlich gern selbst zum Mittel des Terrors.

    Terror und Krieg sind jedoch genau das falsche Mittel, um eine Herrschende Klasse im Iran oder anderswo loszuwerden. Derlei Methoden, wie auch Lügen und Fälschungen, helfen ihnen sogar sehr viel. Auch der Großangriff des Irakers Saddam Hussein mit westlicher Hilfe hat das Iranische Regime innen und aussenpolitisch nur stabilisiert.

    Separatismus und Nationalismus finde ich auch unsinnig wenn man bedenkt, das Z.B. auch der Iran, die Türkei, der Libanon und andere Länder eine Freihandelszone gründen.

    Die Zeit der Nationalstaaten und der herrschenden Klassen ob im Iran, im „Westen“ oder sonstwo geht vorüber, da ändert auch die Propaganda gegen angebliche Juden, Islamisten oder sonstwen nicht das geringste.

    Die Menschheit kann ihre Probleme nur noch gemeinsam lösen oder wird unter gehen. Die Grenzen verlaufen nicht zwischen den Völkern, auch nicht zwischen den Religionen. Die Grenzen verlaufen zwischen den Völkern auf der einen Seite und den jeweils Herrschenden klassen auf der anderen Seite, auch wenn letztere sich untereinander manchmal nicht einig sind.

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  2. @Bürger: jetzt ist Ahadi schon „Terrorist(in)“. Das hat bisher nur die Islamische Republik behauptet. Aber Beweise braucht ein „Bright“ nicht und es macht keinen Sinn, hier weiterzudiskutieren.
    Zu ihrer Erbauung noch ein Interview mit einem anderen Kämpfer gegen Islamophobie auf dem Khamenei-Fanportal Muslimmarkt.de: http://www.muslim-markt.de/interview/2010/benz.htm
    und ein wenig Lyrisches:
    [audio src="http://www.islamischer-weg.de/melodien/khamenei.mp3" /]
    Erinnert irgendwie an Oden an Stalin wie:
    „Dort wirst du, Stalin, stehn, in voller Blüte
    Der Apfelbäume an dem Bodensee,
    Und durch den Schwarzwald wandert seine Güte,
    Und winkt zu sich heran ein scheues Reh.“

    Wer ist nun also „Stalinist“: Mina Ahadi, die es wagt, die Klerikalfaschisten in Teheran anzugreifen oder diejenigen, die im Namen der Völker auf Teufel komm raus nichts Schlechtes auf die wunderbare Islamische Republik kommen lassen wollen?

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  3. interessant, wer die Machenschaften dieser Dame unterstützt: z.B. Die Achse des Guten von und mit Gutmensch HMB – hust hust
    zwei aktuelle Kostenproben und die Namen der Journalisten
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_namen_der_beiden_deutschen_reporter_im_iran_sind_marcus_hellwig_und_jen/
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_iranische_gottesdiktatur_muss_sich_entschuldigen_nicht_der_springer_ver/
    Dank an den Brightsblog für die Aufklärung!

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  4. Schon Bundeskanzler Helmut Schmidt half damals die islamischen im Iran an die Macht zu bringen, CSU Politiker sind da keine Ausnahme. Israel war der wichtigste verbündete der „Mullahs“ und dem Iran im Krieg gegen den Irak. Ohne Israelische Waffen und Ersatzteile hätte Sadam Hussein mit US Hilfe den Iran leicht überrannt.

    Um nun das künstliche Feindbild „Terroristischer Islam“ zeichnen zu können, scheut man auch die Zusammenarbeit mit Terroristen wie Ahadie nicht.

    Die „Bild“ Zeitung sammelte einstmals öffentlich Spenden, die an Taliban Lager in Pakistan geschickt wurden. Unzählige Beispiele könnten hier noch genannt werden

    Was stört ist die Verlogenheit, das man islamische Organisationen wie die im Iran oder sogar die Taliban in Afghanistan erst unterstützt und an die Macht bringt, später aber den „Islam“ verantwortlich macht und sogar rassistische Pogrome gegen angebliche „Islamisten“ schürt.

    Der gemeinsame Feind der „Mullahs“ im Iran und der herrschenden im „Westen“ sind die Völker, die sich nicht selbst und demokratisch regieren dürfen sollen.

    Wenn die Völker sich erheben und Gerechtigkeit und Demokratie einfordern, egal im „Westen“ oder dem Iran, sind sich die herrschenden immer schnell wieder einig um die Lage wieder in ihren Griff zu kriegen.
    Ein einziger Staat mit funktionierender Demokratie würde doch alle anderen herrschenden Klassen in anderen Ländern in Frage stellen.

    Die Religion, egal ob Christlich, Islamisch, Jüdisch oder sonstig, spielt heute nur noch eine Rolle in den Machterhaltungsmanövern der Herrschenden. Der Fall dieser herrschenden Klassen wird auch das Ende aller Religion sein.

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  5. @ Elke Hergenröther, @Bürger
    „Solange hier niemand Quellen bringt, die das Gegenteil beweisen, muss das angenommen werden.“
    Das ist wirklich sehr „bright“. Eine Verleumdung hat erstmal widerlegt zu werden, sonst ist sie als wahr anzunehmen. Sprechen Sie übrigens Farsi? Und falls nein, woher wissen Sie dann, dass Ahadi fehlübersetzt und fälscht?
    Dass Ahadis Darstellung den iranischen Justizbehörden widerspricht, deren menschenverachtende Behandlung Ashtians vor den Augen der Welt deutliches Zeugnis über die Wahrheitsliebe der Islamischen Republik ablegt, ist anzunehmen. Aber wo widerspricht Ahadi den Erkenntnissen von Amnesty International?
    Übrigens, da sie es hier anscheinend hauptsächlich mit der „Kritik“ des Christentums haben: Ex-Bischoff Huber war gerade in Teheran und fand durchaus warme Worte für die Mullahs (http://freeirannow.wordpress.com/2010/11/24/ein-bischof-zu-besuch-bei-freunden/) und der christlich-soziale Herr Gauweiler findet es im Iran auch ziemlich prima (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/116584-gauweiler-wuerdigt-friedliches-zusammenleben-von-anhaengern-verschiedener-religionen-in-iran). Sie sind also mit ihrem Kampf gegen „Islamophobie“ in guter christlicher Gesellschaft. Glückwunsch!
    Es ist wohl so, wie der von mir bereits zitierte Iraner Sama Maani schreibt: ‎“In einem tendentiell religionslosen Europa wird Religion immer heiliger.“ Auch und anscheinend gerade bei den deutschen „Brights“.
    http://samamaani.blogspot.com/2010/12/warum-wir-uber-den-islam-nicht-reden.html

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  6. Es geht vor allem auch um oberflächliche, tendenziöse und einseitige Medien wie Spiegel oder Stern. Diese akzeptierten Mina Ahadie als einzige Quelle, fragten zum Beispiel nicht bei Menschenrechtsorganisationen wie Amnesti International oder Iranischen Justitzbehörden nach, was der Sachstand wegen angeblicher Todesurteile ist.
    Die „Information“, die „Übersetzung“ von „Dokumenten“ und die Bewertung dieser „Informationen“ überlies man Mina Ahadie, die ja sowiso alles andere als eine unabhängige Journalistin ist.
    Leider gibt es kaum noch unabhängige Journalisten und Weltbürger wie der unermüdliche Peter Scholl-Latour !
    Solche werden heute wohl entlassen und dafür primitive Fälscher und Lügner wie Frau Ahadi beschäftigt.
    Das lesen solcher Magazine kann man sich wohl mehr und mehr sparen und sucht gleich Informationen selbst.

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  7. @Bela

    wer lesen kann, ist eindeutig im Vorteil. Der Artikel ist kein Artikel über den Iran, sondern über eine Einzelperson, die offiziell ein ehrbares Interesse vertritt, gegen das generell überhaupt nichts einzuwenden ist. Mina Ahadi, Thema des Artikels, ist jedoch anscheinend jemand, die genau dieses ehrbare Anliegen nutzt, um ihre ganz persönlichen
    Interessen damit zu puschen und dabei scheut sie auch nicht davor zurück, falsche Übersetzungen abzuliefern.

    Solange hier niemand Quellen bringt, die das Gegenteil beweisen, muss das angenommen werden.

    Zudem ist dieser Blog hier rundum Religionskritisch, auch was den Islam betrifft und das kann man ebenso nachlesen.

    Wer jedoch auf Islamophobie steht, der ist bei PI-News und beim Feuerbringer besser aufgehoben.

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  8. Ist das hier wirklich ein Blog von Religionskritikern, oder von Leuten, die sich um den guten Ruf von Khomeini und Co. Sorgen machen?
    „Während man also im Iran über den Islam redet, indem man nicht über ihn redet (sondern über „die Araber“), man in Europa (nur scheinbar) über den Islam redet, und die Araber (und Türken) meint, oder aber jedes substantielle Reden über den Islam verunmöglicht, indem man ihn sakrosankt stellt, werden Iraner (oder Türken oder Araber), die sich in Europa kritisch über den Islam äußern, oder sich gar von ihm abwenden, als Menschen wahrgenommen, die nicht (angemessen) über den Islam reden können – und es daher am besten unterlassen sollten.“
    http://samamaani.blogspot.com/2010/11/warum-man-uber-den-islam-nicht-reden_24.html

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  9. „Während man also im Iran über den Islam redet, indem man nicht über ihn redet (sondern über „die Araber“), man in Europa (nur scheinbar) über den Islam redet, und die Araber (und Türken) meint, oder aber jedes substantielle Reden über den Islam verunmöglicht, indem man ihn sakrosankt stellt, werden Iraner (oder Türken oder Araber), die sich in Europa kritisch über den Islam äußern, oder sich gar von ihm abwenden, als Menschen wahrgenommen, die nicht (angemessen) über den Islam reden können – und es daher am besten unterlassen sollten.“
    http://samamaani.blogspot.com/2010/11/warum-man-uber-den-islam-nicht-reden_24.html

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  10. Esofee
    Frau Ahadi ist für mich keine glaubwürdige Zeitzeugin, ich möchte daher nicht auf sie eingehen.

    In Wikipedia ist jedoch nachzulesen, das Khomeini und seine Islamische Organisation von unserem Herrn Bundeskanzler Helmut Schmidt und den anderen Vertretern der Westmächte im Iran an die Macht gebracht wurde.

    Der Schah war von der Arbeiterklasse und den Bauern gestürzt worden, hatten aber keine kommunistische Führung (ähnlich Rosa Luxemburg). Diverse Stalinistenorganisationen stritten um die Macht und vertrauten der Arbeiterklasse nicht. Die Diktatur des Proletariats wäre eine dauerhafte Rätedemokratie gewesen, die Stalinisten verstehen darunter jedoch die Diktatur ihrer Partei über die Arbeiterklasse. Nach längerem Hickhack gelang es dem Westen dann leider, die Islamischen an die Macht zu bringen.

    Personenkult ist auch typisch stalinistisch, hat mit Kommunismus (Volksherrschafft) aber nichts zu tun.

    Ich glaube das Iranische Volk wird weitere Anläufe zum Kommunismus nehmen.

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  11. @Bürger

    was sagst Du dazu?

    … Die Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime stellt hier ihre Autobiografie vor, „Ich habe abgeschworen“ heißt sie. Ahadi erzählt darin, wie sie schon als Jugendliche im Iran jenen Glauben infrage stellte, mit dem sie aufgewachsen war. Sie schildert, wie sie sich in den 70er-Jahren in Teheran einer kommunistischen Gruppe anschloss und versuchte, vor den Fabriktoren die Arbeiter zu agitieren, was „tragisch scheiterte. Auch im Iran“ …

    … Tatsächlich ist Mina Ahadi bis heute ein Führungsmitglied der Arbeiterkommunistischen Partei des Iran, einer sektiererischen Linksgruppierung von Exiliranern. Sie macht daraus keinen Hehl. „Sie verehren ihren Vorsitzenden abgöttisch, und ihre Vorstellungen von einer Diktatur des Proletariats waren schon in den Sechzigerjahren suspekt“, stuft Bahman Nirumand die Gruppe ein. Zudem hat Mina Ahadi vor sieben Jahren das „Komitee gegen Steinigungen“ gegründet. Dort macht sie Front gegen das iranische Mullahregime und diese besonders barbarische Hinrichtungsform, zu der es in ländlichen Regionen des Iran hin und wieder kommt. Doch erst mit dem Zentralrat der Ex-Muslime hat Mina Ahadi endlich das erwünschte Echo gefunden. Konservative Blätter wie die Welt, der Focus oder die FAZ hofieren sie nun als Kronzeugin gegen eine „Islamisierung“ des Westens und sehen dafür gnädig über ihren Betonkommunismus hinweg …

    Und ein Kommentar von dort:

    Mina Ahadi, vertritt eine Partei wie die API und ist im Zentralkomitee dieser Partei Mitglied. Das Bundesamt für Verfassungsschutz ordnet die in Deutschland aktiven Parteigruppen dem Ausländerextremismus zu. API wird vom Verfassungsschutz unter „Sicherheitsgefährdende und extremistische Bestrebungen von Ausländern und Verdachtsfällen“ aufgeführt.

    Die Arbeiterkommunistische Partei Irans ist eine kommunistische iranische Exil-Partei, die in Opposition zur iranischen Regierung steht.
    Ziel der API ist der Aufbau einer neuen Gesellschaft auf der Basis ökonomischer und sozialer Gleichheit sowie politischer Freiheit bei freien geistigen und materiellen Gestaltungsmöglichkeiten der Menschen. Dafür sieht die Organisation den revolutionären Umsturz der Islamischen Republik Iran als Voraussetzung und bejaht dabei den Einsatz von Gewalt. Sie bezeichnet sich selbst als eine anti-religiöse und anti-islamische Partei.
    Unter dem Mantel „Kritische Islamkonferenz“ versuchen sie sich nun Unterstützer zu gewinnen.
    Es scheint, dass es für manche Journalisten nichts ausmacht, diese Extremisten, zu hofieren.

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  12. Ich sehe keinerlei Belege das Frau Ahadi Kommunistin sein könnte. Wenn Sie dies wäre müßte sie sich ja irgendwie dazu bekennen, was Sie jedoch gar nirgends tut. Es sind auch keinerlei Forderungen oder Programme von ihr zu finden, die man als „Kommunistisch“ oder so identifizieren könnte.
    Nur der Verfassungsschutz behauptet, Frau Ahadi sei führendes Mitglied einer „Arbeiterkommunistischen Partei Irans“. Frau Ahadi müsste ja selbst einmal erklären, ob sie nun meint eine Kommunistin zu sein meint oder wie.

    Wenn es stimmt was der Verfassungsschutzbericht über Frau Ahadi schreibt, ist Sie Aserbaidschanerin und hat bei einer Kurdisch / Iranischen Separatistengruppe mit terroristischen Mitteln für die Loslösung Kurdischer Gebiete vom Iran gekämpft. Damit wäre Sie früher eine Nationalistin (wie Arafat) gewesen und keine (internationalistische) Kommunistin wie etwa Rosa Luxemburg. Was Frau Ahadi heute ist, erfährt man ja nicht von ihr oder ihrer angeblichen Partei.

    Aber wenn Sie eine Kommunistin wäre müsste sich ein Kommunist wie ich für die Fälschungen und Lügen von Frau Ahadi schämen und sich bei ihren Opfern entschuldigen.
    Man kann ja Fakten anders bewerten und andere Grundüberzeugungen haben, wer lügt und fälscht ist aber so oder so indiskutabel.

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  13. @Schmetter-Ling

    Beeindruckend wie hier die Kritiker des Artikels mit persönlichen Beschimpfungen und ad hominems um sich hauen. Ich hatte mir eigentlich erhofft, dass Quellen gebracht werden, die Ahadi entlasten. Gerade der Link von Bürger
    http://irananders.de/nc/home/news/article/ashtiani-und-die-politische-instrumentalisierung-eines-menschenschicksals.html

    hat ja einiges zu bieten, was Ahadi nicht gerade in ein gutes Licht stellt und das zudem unabhängig ihrer kommunistischen Gesinnung.

    Gefälschte Übersetzungen können doch nicht im Sinne der Aufklärung sein. Wo sind bitte die Gegendarstellungen, die zeigen, dass Ahadi nicht lügt?

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  14. Da reagiert ja jemand, als ob sein HErr angegriffen wurde. Im übrigen sehe ich nichts, was per se an Anti-Kommunismus falsch wäre. Das Grundübel totalitärer Ideologien ist die Ent-Individualisierung, die Reduzierung von Menschen zum Mittel zur Macht. Ahadi zeigt schon fast prototypisch diese Instrumentalisierung.
    „Jemand, der außer Sprüchen…“
    Kennst Du diese Phrase vom Splitter und dem Balken?

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  15. Pingback: Nics Bloghaus
  16. Ganz herzlichen Dank für diesen Artikel!

    So eine flammende Fürsprache für den Islam habe ich in Erleuchtetenkreisen noch nie gelesen.

    Danke auch für den Mut, dabei nicht davor zurückzuschrecken, die Teufel des Kommunismus zu beschwören. Ich schicke euch hiermit ein Tintenfass, um damit nach ihnen zu schmeißen.

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  17. @Nickpol, @Bürger

    Was Ihr hier über die Kult- und Kampfikone der Anti-Islam Szene verbreitet, ist aber ganz harter Tobak. Dafür werdet Ihr mit Sicherheit gesteinigt :mrgreen:

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  18. Frau Ahadi dürfte als „Übersetzerin“ u.a auch für die Fälschung von Büchern des Khomeini veramtwortlich sein in denen suggeriert wird, „der Islam“ erlaube und regle die Vergewaltigung von Babis und Tieren. Jedenfalls ist sie Mitwisserin und hat nichts klar gestellt. Frau Ahadi führt offenbar eine Art Privatkrieg gegen die Iranische Führung, wo sie wirklich vor nichts zurückschreckt und den Religionskritikern und dem Iranischen Volk nur schadet. Den „Zentralrat der Exmuslime“, der eigentlich nur aus ihr und wenigen anderen die nie Muslime waren existiert, muß man bei derart dreister Verlogenheit auch eher kritisch sehen.

    Mit Lenin, Trotzki, Luxemburg oder sonstigen Sozialisten kann man Frau Ahadi auch gar nicht vergleichen. Diese lehnten individuellen Terror, Fälschungen und die Zusammenarbeit mit Rechtsextremen oder Rassisten strikt ab. Dies haben auch die meisten Mitglieder der Arbeiterkommunistischen Partei Irans erkannt und haben andere Parteien gegründet.

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  19. Vielen Dank für diesen Beitrag. Die Berichterstattung über den Iran scheint mir schon lang durch Schwarz-Weiß-Malerei bestimmt. Und damit werden scheinbar immer wieder Widersprüche produziert. Bsp: SPIEGEL (vor ein paar Jahren): Die iranische Jugend will keinen konservativ-theokratischen Staat mehr. Kurz danach werden die „Reformer“ abgewählt und dem wohl konservativsten Regime seit Chomeini der Weg zur Macht geebnet. Diese Diskrepanz wurde nicht zu erklären versucht. Das scheint mir ein klarer Fall von „Was schert mich mein Geschwätz von gestern.“ zu sein.

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