Gegen eine CSPD


Soziale und demokratische LaizistInnen’ sehen sich als Sprachrohr der atheistischen Parteimitglieder und streben Anerkennung als Arbeitskreis in der SPD an.

kath.net

Kritik an einer „Übernähe“ der SPD zu den Kirchen hat die Gruppe „Soziale und demokratische LaizistInnen“ geübt. Die Initiative setzt sich für eine strikte „Trennung von Staat und Religion“ – also faktisch eine Ausgrenzung der Religion aus dem Staat – ein und strebt eine Anerkennung als Arbeitskreis in der sozialdemokratischen Partei an.

Es sei ein „Treppenwitz der Parteigeschichte“, dass aus der bis in die frühen fünfziger Jahre „kirchenfeindlichen Partei“ in den letzten 20 Jahren „geradezu eine Partei der Kircheninteressen“ geworden sei, sagte ein Sprecher der Initiative, Nils Opitz-Leifheit (Stuttgart), in einem Interview mit dem Magazin des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (Hagen). Opitz-Leifheit ist parlamentarischer Berater der SPD-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg.

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Forum der laizistischen Sozis

2 Comments

  1. Von „Kirchenfeindlichkeit der SPD bis Anfang der 50er Jahre“ zu sprechen, ist aber arg oberflächlich.
    Während der Zeit der Christlich / Faschistischen Diktatur von 1933 bis 1945 hatte sich die Untergrund und Exil SPD das „linksradikale“ Prager Exilprogramm beschlossen. Daran waren aber nur wenige Überlebende SPD Mitglieder beteiligt, die im Untergrund meist auch mit den Ebenfalls verfolgten KPD Mitgliedern zusammenarbeiteten und die Spaltung angesichts des unmenschlichen Feindes überwinden wollten. Hundertausende Atheistische SPD Mitglieder und viele Hundertausende sonstige Attheisten sind in den Konzentrationslagern ermordert worden.

    Nach dieser faschistisch / christlichen Diktatur gab es in Deutschland kaum noch Atheisten. Die Christen waren nicht dezimiert worden sondern hatten von ihren Konkordaten mit den Nazis (z.B. einführung des Religionsunterrichtes) und der Ausrottung der Weltanschaulichen Konkurenz profitiert. Bei Wiedergründung von Parteien in der BRD nach 1945 strömten diese erstarkten Christen und auch Ex Faschisten“ in die SPD und in die anderen Parteien.
    Das Prager Exil Programm spielte so keine Rolle, die SPD beteiligte sich am Grundgesetz in dem all die „tollen“ Privilegien und Sonderrechte der Kirchen festgeschrieben sind. Wäre die SPD da „kirchenfeindlich“ gewesen, hätte sie diese Ausplünderung des Staates durch die Christen ja nicht mitgemacht.

    Unter dem Einfluss von SPD Mitgliedern wie Karl Marx, Friedrich Engels, August Bebel, Rosa Luxemburg und anderen war der Einfluss Dialektisch / Materialistischer Weltanschaung in der SPD jedoch zwischenzeitlich stark dominierend gewesen. Vor dieser Zeit (Z.B. Gothaer Program) und danach (Z.B. Bernstein / 1914 Bewilligung der Kriegskredite), hatte es jedoch auch bereits christlichen Einfluss in der SPD gegeben.

    Man ist auch nicht „Kirchenfeindlich“ wenn man weltanschauliche Neutralität des Staates fordert und gegen die Ausplünderung der öffentlichen Kassen durch die Christen ist, das ist vielmehr der selbstverständliche Normalzustand.
    Als „Kirchenfeindlichkeit“ könnte man es vielleicht bezeichnen, wenn mit den Christen mal so umgegangen werden würde, wie dies zur Zeit der Christlich / Faschistischen Diktatur mit Humanisten und Juden getan wurde.

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  2. Das Problem sind die Umfragewerte. Wenn sicher wäre, dass man dadurch mehr Wähler bekommt, würden die Feiglinge schnell umschwenken.
    Die Christlichen sind in Deutschland immerhin mit ca. 60% immer noch in der Mehrzahl.
    Da haben sogar die Evangelikalen noch mehr Chancen, die sind ja für Gott, sagte mein Nachbar, und das kann ja nicht verkehrt sein und außerdem ist ja auch unser Bundespräsident dabei und dann kann das ja gar nicht falsch sein.
    Ob alle Konfessionslosen SPD wählen würden, wage ich zu bezweifeln und somit ist das für die rote Heeresleitung ein sehr heißes Eisen. Tja, wenn man ein Orakel hätte……….?

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