Christen empört: Hochzeit für Kunstprojekt


Die beiden Künstler Nora Battenberg und Paul Cartwright studieren Kunst an der Universität von Worcester in Großbritannien. Sie wohnen und arbeiten zusammen und heirateten am 29. Dezember 2010 auf dem Standesamt Linsengericht, Hessen. Dennoch ist es nicht die romantische Liebe zwischen zwei Menschen, sondern viel mehr die Liebe zur Kunst. Paul ist Homosexuell, Nora ist Heterosexuell.

Bild: Worcester News

„Wir haben unterschiedliche Qualitäten, die sich sehr gut ergänzen“, sagt Nora Battenberg, und weiter „Wir heirateten mehr die Kunst als die Person.“

Als die Nachricht ihrer Eheschliessung Großbritannien erreichte, brach Empörung unter den konservativen Gläubigen aus. Die Hochzeit der Studenten wurde von Stephen Green, Direktor der Christian Voice, einer Organisation, die Christen repräsentiert scharf verurteilt. Er sagte:

Sie verunglimpfen die Institution der Ehe ansich. Die Ehe ist kein Kunstprojekt, es ist die lebenslange Verbindung von Mann und Frau und ein Teil davon ist der sexuelle Akt der für die Gesellschaft und die Kindererziehung da ist.

Ähem. Und als abschliessende Beurteilung fügt er hinzu:

Die Ehe steht unter Angriffen von homosexuellen und Lebenspartnerschaften die ein Versuch zur Herabstufung sind. Es scheint kein Zufall, dass der „Mann“ ein homosexueller Mann ist.

„Mit der Heirat verschmelzen wir beide zu einem Gesamtkunstwerk“, erwidert Nora Battenberg. „Wir haben uns viele Gedanken gemacht und nehmen die Sache ernster als viele andere“, erläutert Paul Cartwright.

Viele altmodische Liebeshochzeiten endeten in Scheidung. Zuneigung könne nicht garantiert und Romantik nicht durch einen Vertrag abgesichert werden, legen die Künstler ihre Gedanken dar. Mit ihrer Heirat wollen beide die Kunst herausfordern und Grenzen überschreiten. Sie wollen zeigen, dass Kunst mit der Realität verschwimmen und der Erschaffer selbst zum Kunstwerk werden kann.

Quelle: dailymail.co.uk