Patchwork-Religion ist en vogue


Christentum, Buddhismus, Judentum: Viele Menschen mixen sich ihre eigene Form der Religiosität und bedienen sich bei Elementen unterschiedlicher Bekenntnisse. Foto: iStockphoto

Nach Auffassung der Bielefelder Wissenschaftlerin Barbara Keller gibt es einen Trend zu „individueller Patchwork-Religion“. Ein Universitätsprojekt erforscht die Spiritualität.

Von Holger Spierigevangelisch.de

Dabei würden sich die Menschen ihren eigenen Glauben aus unterschiedlichen Quellen zusammenstellen, sagte die Psychologin in einem epd-Gespräch. Das Bedürfnis nach Religion nehme nicht ab, die Art der Spiritualität verändere sich jedoch, erläuterte Keller, die ein Projekt zur Erforschung von Spiritualität in Deutschland und in den USA koordiniert.

„Zunehmende Säkularisierung widerlegt“

Kern der bis 2012 angelegten Untersuchung sei es, herauszufinden, was Spiritualität und Religiosität den Menschen sowohl in Deutschland als auch in den USA bedeute, erläuterte Keller. Religiosität lasse sich auch wissenschaftlich erfassen. „Wir gehen aber davon aus, dass es nicht die Religiosität gibt, sondern dass sie sehr unterschiedlich aufgefasst, gelebt und verstanden wird“, sagte Keller weiter. Zudem gingen die Wissenschaftler des Projektes davon aus, dass sich Religiosität im Laufe des Lebens ändern könne.

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2 Comments

  1. Selbstverständlich ändert sich Religiösität im Laufe eines Lebens. Irgendwann durchschaut eben der eine oder andere nachdenkende Mensch das von klerikalen Leuteverdummern errichtete, fiktive Lügengebäude. Der Mensch wird zwar dumm und unwissend geboren, aber das bedeutet nicht, dass er in diesem Zustand für alle Zeiten verharren muß.

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