Der Zölibat ist Teil des Problems


Sipe:" Sexueller Misstbrauch ist ein Verrat am zölibatären Versprechen sowie ein zerstörerischer Missbrauch der Autorität im Amt." (Bild: AFP)

Die katholische Kirche in Luxemburg hat nach den Missbrauchsfällen einen Imageschaden erlitten. Wo liegt die Ursache des Problems?

tageblatt.lu

Die Allianz vun Humanisten, Atheisten an Agnostiker Lëtzebuerg a.s.b.l. (AHA), hat sich mit dem Kirchenkritiker Richard Sipe aus den USA unterhalten.
„Das Muster in der Vergangenheit war immer gleich: Wenn ein Priester auffällig wurde und das Ganze zu einem Skandal zu eskalieren drohte oder die Gefahr bestand, dass sich der Staatsanwalt einschaltet, wurde der Priester versetzt“, heißt es immer wieder von Richard Sipe, Pastoralpsychologe , Erfolgsautor und ehemaliger Benediktiner-Mönch.

Sipe geht mit der katholischen Kirche hart ins Gericht. Er erklärt die „klerikale Kultur“ als einen Hafen für unterentwickelte und psychosexuell fehl entwickelte Männer. Zudem ist ein wirksames Training zum Zölibat in Priesterseminaren und religiösen Häusern ungenügend oder gar nicht vorhanden. Der Psychologe sieht eine direkte Verbindungen zwischen katholischer Lehre und den Verbrechen des Missbrauchs. Die wissenschaftlich unbegründeten und verzerrten Lehren über die menschliche sexuelle Entwicklung und Natur, gibt der Vatikan als nicht vereinbar mit der Vernunft aus. Ein großer Teil der Priester und eine beträchtliche Anzahl der Laien-Katholiken können die moralische Folgerung daraus nicht anerkennen. Die Behauptung, dass jegliche sexuelle Aktivität außerhalb einer legitimen Ehe eine Todsünde ist, ist so unvernünftig wie die Behauptung, dass die Sonne um die Erde kreist, schreibt Sipe in seinem Interview mit der AHA.

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1 Comment

  1. Wenn das Zölibat der katholischen Kirche die Ursache für Missbrauch von Knaben ist, warum wird diese Tradition dann besonders bei den Muslimen und deren Priestern hoch gehalten(vgl. meinen Artikel-Knaben für Spaß,Frauen für Kinder).
    Die Ursachen dürften wohl eher in der Dominanz und Homosexualität der Männer liegen und ihrem Willen, ihre Sexualität auszuleben, ohne Rücksicht auf die Gefühle und den Willen ihres Gegenübers; das gilt auch für die dominante Lesbensexualtität.

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