Der Zölibat muss weg


Quelle: Spiegel.de

Acht prominente katholische CDU-Politiker haben sich für Änderungen an der Zölibatspraxis ausgesprochen. Die Kirche solle die Weihe von verheirateten, bewährten Männern erlauben, um damit der „Not“ vieler priesterloser Gemeinden zu begegnen.

Kölner Stadt Anzeiger

BERLIN – Unter der Titel „Wie dem zunehmenden Priestermangel begegnet werden kann“ haben sich acht prominente katholische CDU-Politiker für Änderungen an der Zölibatspraxis ausgesprochen. So solle die Kirche die Weihe von sogenannten viri probati – verheirateten, bewährten Männern – erlauben und damit der „Not“ vieler priesterloser Gemeinden begegnen, heißt es in einem am Freitag in Berlin veröffentlichten Appell.

Unterzeichner sind Bundestagspräsident Norbert Lammert, die früheren Ministerpräsidenten Bernhard Vogel, Erwin Teufel und Dieter Althaus, Bundesbildungsministerin Annette Schavan, Familien-Staatssekretär Hermann Kues, der NRW-Landtagsabgeordnete Thomas Sternberg und Friedrich Kronenberg, früherer Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK).

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3 Comments

  1. Es geht mich zwar nichts an und jeder kann tun und lassen, was er will. Aber ich meine das Zöllibat sollten die Jung´s von der Kirche ruhig als Psychokontrolle beibehalten und zwar rigoros konsequent. Dadurch bliebe die Gefahr möglicherweise etwas geringer, dass sich die Leute (die den ganzen Schwindel nicht nur glauben sondern auch noch professionell verbreiten sollen) ungebändigt weitervermehren. 😉

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  2. Ich glaube das das Zöllibat nicht wegen irgendwelcher Sexualmoral eingeführt wurde, sondern zur stärkung des kirchlichen Machtapparates.
    Es ging wohl darum zu verhindern das die Pfarrer (und der ganze Klerus) Familien gründen konnten, Nachkommen und damit Erben hatten, Eigentum bilden konnten usw. Sonst wäre der Klerus quasie verbürgerlicht und hätte starke Eigeninteressen gehabt. Mit Zöllibad ist die Kirchenorganisation praktisch die „Familie“ des Pfarrers. Bischhöfe und Papst haben so Macht indem sie Pfarrer leichter versetzen können und die Stellen immer neu besetzen können. Ganz wichtig war und ist das natürlich bei Bischhöfen, Fürstbischhöfen, Äbten, Ordensvorstehern usw. Die durften natürlich auf keinen Fall Erben haben sonst wäre die Macht des Papstes gering gewesen.

    Wenn sie jetzt das Zöllibat abschaffen oder noch gar Frauen in den Klerus aufnehmen, kriegen sie zwar leichter Prister aber dafür handeln sie sich die anderen Probleme wieder ein. Das heist die Nachkommen des Klerus werden die Stellen ihrer Väter beanspruchen und jedenfalls wichtige Positionen in den Kirchengemeinden einnehmen und mitreden. Pfarrer werden Eigentum bilden, eventuel Bauen usw. und verbürgerlichen.

    Grad die Katholiken werden das Zöllibad wohl nicht abschaffen, dies wäre wohl eine sozusagen revolutionäre Organisationsreform welche gar noch Tendenz zu basisdemokratischen Elementen mit sich zöge.
    Ein Bruch des Zöllibates ist daher für den Klerus unerheblich solange dies geheim geschieht. Erschreckend ist auch die Naiivität der CDU Politiker den eiskalt machtpolitisch agierenden Bischhöfen gegenüber, die genau wissen weshalb das Zöllibat besteht.

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  3. Das Zölibat (der Zölibat klingt für mich als gebürtiger Schweizer etwas fremd) ist nach meinem Empfinden ein segensreiches Gebot der kath. Kirche. Es schränkt die Vermehrung des priesterlichen Nachwuches vermutlich etwas ein, obwohl – wie allgemein bekannt – auch kath. Priester immer mal wieder zu Vätern werden !

    Wie auch immer: Die Forderung nach Verdrängung und das Verbot zur Ausübung des Geschlechtsverkehrs ist so ziemlich das Perverseste, was man Menschen zumuten kann, ist doch der Sexualtrieb – nach dem Selberhaltungstrieb – der zweitstärkste Trieb des Menschen.

    Die Erfahrungen der letzten Zeit belegen nachdrücklich, dass das Zölibat zumindest eine der Ursachen für die große Zahl priesterlicher Verfehlungen an Kindern sind. Pädophile Veranlagungen sind bei kath. Priestern nachweislich überproportinal stark vertreten. Folgerichtig strebt diese Gruppe geradezu zwangsweise in einen Beruf, der sie verstärkt mit Jugendlichen in Kontakt bringt. Gäbe es kein Eheverbot für kath. Priester hätte die kath. Kirche garantiert nicht dieses Ausmaß an sexuellen Verfehlungen zu verzeichnen. Heterosexuelle Priester neigen nun mal nicht dazu, pädophile Neigungen zu entwickeln oder auszuleben.

    Und so kam es, dass sich das widernatürliche, selbstverordnete Zölibat zu einem hausgemachten, innerkatholischen Problem entwickeln konnte. Jetzt haben die Katholen den Salat !

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