Papst: Nicht jeder hat ein Recht auf kirchliche Trauung


Wer die berühmte „Hochzeit in Weiß“ samt Pfarrer und Kirchenchor haben möchte, bekommt sie auch – sofern er getauft ist und Kirchenbeitrag zahlt. Diese Selbstverständlichkeit in katholischen Ländern stellt jetzt ausgerechnet Papst Benedikt XVI. infrage. Bei seiner Rede anlässlich der Eröffnung des Gerichtsjahres im Vatikan argwöhnte der Pontifex über die hohe Zahl „leichtfertiger“ Eheannullierungen und mahnte die Würdenträger, bei Eheschließungen künftig strenger zu prüfen. Denn niemand habe prinzipiell das Recht auf eine kirchliche Trauung.

Papst Benedikt XVI. hat am Samstag mit einer Ansprache vor den Mitgliedern des vatikanischen Gerichtshofes „Rota Romana“ für hochgezogene Augenbrauen gesorgt. Gerade in Zeiten, wo vom Bischof bis zum Dorfpfarrer alle Würdenträger in westlichen katholischen Ländern die Ehe als gesellschaftliche und soziale Institution zu erhalten versuchen, wünscht sich Benedikt eine stärkere Reglementierung. Denn nicht nur in Bezug auf die Annulierungen rief er seine Mitarbeiter zu einer strengeren Handhabung auf. Schon bei der Spendung des Ehesakraments müsse gewissenhafter vorgegangen werden, meinte Benedikt XVI.

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5 Comments

  1. @argus

    das haben die doch schon! beischlafen darf man nur zum zwecke der zeugung von nachwuchs, alles andere ist pure lust und sündhaft.

    und wenn klar ist, also beide wissen, dass die frau ein paarunfruchtbare tage oder der mann keine zeugungsfähigen spermien hat, dann ist das ebenfalls sündhaft, weil ja kein kind entstehen kann.

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  2. Wen wundert’s?
    Laut Papst hat man ja auch kein (Gottgegebenes?) Recht auf ein gesundes Leben und gesunde Kinder. Da ist das nur konsequent.

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  3. Na und, dann wird eben nicht kirchlich geheiratet, rechtsgültig ist es sowiso nur beim Standesamt. Und ob man nun in weiß heiratet oder eine Farbe schöner findet, geht den Papst sowiso nichts an.
    Kirchenchöre und Pfarrer vertreiben auch höchstens die Gäste, da gibt es moderneres und schöneres.

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  4. Jetzt fehlt aber noch ein kirchliches Regulierungsgebot für den ehelichen Beischlaf. Wann, wie lange, wie oft !? Gläubige würden sicher auch gerne erfahren, welche Beischlaf-Stellungen christlichen Prinzipien entsprechen.

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