„Der Neonazi“ – evangelikale Phantasien?


Sind die Verbrechen des Aussteigers frei erfunden oder ein Fall für die Justiz?

kath.net

Sind weite Teile des christlichen Bestsellers „Der Neonazi – Die wahre Geschichte des Nico M.“ über einen Aussteiger aus der Neonazi-Szene in Österreich frei erfunden? Das fragen sich Kritiker des Buches der Schweizer Autorin Damaris Kofmehl, das 2010 im evangelikalen Verlag SCM Hänssler (Holzgerlingen bei Stuttgart) erschienen ist.

Der Verlag weist die Anschuldigungen zurück. Nach zahlreichen kritischen Berichten im Internet und auch im Radioprogramm von ERF-Medien am 21. Januar gab es am selben Tag ein Treffen zwischen Kritikern wie dem österreichischem Musiker Leander Müller (Klagenfurt) und dem Verlag, über das beide Seiten Stillschweigen vereinbart haben.

Dennoch erneuerte Müller gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea seine Vorwürfe: „Ich stehe weiter zu meiner Kritik.“ Seine Zweifel seien nicht ausgeräumt worden. In dem Buch werden zahlreiche Verbrechen bis hin zum Mord geschildert, die Nico M. begangen haben soll.
Das Buch endet mit der dramatischen Lebenswende des Mannes: Er wird 2007 Christ, steigt aus der Neonazi-Szene aus und wird dafür von seinem angeblich vermögenden Großvater enterbt.

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2 Comments

  1. „Gott“ habe sie beraten beim Schreiben des Buches, sagt die Autorin. Mehr braucht man eigentlich nicht wissen um keine Bücher von ihr zu kaufen. 😀

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