Tal der Wölfe Palästina


Serkan Tören, integrationspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion

Serkan Tören zur Absetzung des Films Tal der Wölfe Palästina: “Es geht mir weder um eine Bewertung des Verhältnisses Israels zur Türkei, noch um den tragischen Fall der Mavi Marmara oder darum, die Meinungsfreiheit mit zweierlei Maß zu messen.”

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Ein neuer Actionfilm aus der Türkei sorgt in Deutschland für Empörung. “Tal der Wölfe – Palästina” nimmt die Erstürmung der Gaza-Hilfsflotte im Mai 2010 durch die israelische Armee zum Ausgangspunkt seiner Handlung. Damals waren neun türkische Aktivisten ums Leben gekommen. Die teils mit Islamisten, teils deutschen und anderen ausländischen Politikern besetzte Flotte hatte versucht, die israelische Seeblockade des Gaza- Streifens zu durchbrechen.

Im Film beschließt die Hauptfigur, eine Art türkischer James Bond, die israelischen Verantwortlichen des Einsatzes zur Strecke zu bringen. Sein Gegenspieler ist ein grausamer israelischer Offizier, der auch vor Mord an palästinensischen Kindern nicht zurückschreckt. Offizieller Kinostart in Deutschland sollte der 27. Januar sein – der nationale Gedenktag an die Opfer.

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4 Comments

  1. Wenn Mubarak und seine Regierung jetzt auch vom Volk gestürzt wird, könnte sich die Lage für die Bewohner vom Gazastreifen jetzt endlich bessern. Der Grenzübergang nach Ägypten könnte sich öffnen für Grenzverkehr, Export und Import. Israels Falken werden hilfloser und stummer.

    Die TAZ schreibt auch schon ganz anders über die Despoten, während sie sonst nur die angebliche Gefahr durch „Islamisten“ an die Wand malte.

    Die Völker werden sich mehr und mehr von den Despoten befreien und die Zukunft gemeinsam und in Frieden gestalten.

    Menschen die ihr Leben riskierten oder gar verloren um den eingeschlossenen zu Helfen, sind Helden. Auch die Friedensaktivistin aus den USA, die von einem Israelischen Bulldozer absichtlich überrollt und getötet wurde, ist eine Heldin. Auch die absichtlich getöteten Fahrer der UN Hilfskonfois sind Helden.

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  2. Oh je. Der Trailer sieht aus, als wären die Zeitungen bald wieder voll von Kritiken mit Randbetrachtungen über politische Korrektheit, Antisemitismus, Volksverhetzung, Schuldfragen und so weiter.

    Meine Meinung zum Film? Meh. Schon diese Darstellung der Charaktere wirkt gekünstelt, Actionszenen wie die Enterung des Schiffs zeigen wahrscheinlich nur die türkische Sichtweise und diese einschlägigen, in kurzen Hauptsätzen verfassten Aussagen wie „Ich kam nicht nach Israel. Ich kam nach Palästina“ scheinen nur dazu da zu sein, um zu provozieren – was auch der Gesamtzweck des Films sein dürfte.
    Und dann kommen die ganzen Möchtegernbesserwisser hervor und werfen mit Existenzrechten, Terrorbedrohungen, Siedlungspolitik, Demokratie im Nahen Osten und Menschenrechtsverletzungen um sich.

    Könnte das der Regisseur sein?

    :p

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  3. Der Film hat doch gar nichts mit „Intergration“ zu tun. Ein Gutachten der UN hat Israel wegen des illegalen vorgehens und der Erordung von mehreren Menschen verurteilt und auf dem Schiff waren auch mehrere deutsche in Lebensgefahr, nur weil sie lebenswichtige Hilfsgüter zu den Menschen bringen wollten.
    Werd mir den Film auf jeden Fall ansehen und man sollte anschließend Diskussionsmöglichkeiten anbieten.

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-09/marmara-israel-bericht

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