Studie: Wo der Islam sich ausbreitet


Autoren wie Thilo Sarrazin schüren Ängste vor einer Islamisierung Europas. Wie unrealistisch solche Annahmen sind, zeigt jetzt eine US-Studie: Zwar wächst die Zahl der Muslime in den kommenden Jahren weltweit – aber deutlich langsamer als bislang vermutet.

Von Anna Reimann – Spiegel

Berlin – Er wolle, dass seine Enkelkinder noch in Deutschland leben, schreibt Thilo Sarrazin in seinem umstrittenen Buch „Deutschland schafft sich ab“. „Ich möchte nicht, dass das Land meiner Enkel und Urenkel zu großen Teilen muslimisch ist, dass dort über weite Strecken Türkisch und Arabisch gesprochen wird, die Frauen ein Kopftuch tragen und der Tagesrhythmus vom Ruf der Muezzine bestimmt wird.“

Das Szenario von der Machtübernahme der Muslime in Europa ist unbegründet. Zwar wächst die muslimische Bevölkerung in den nächsten zwanzig Jahren in Europa weiter an – aber in keinem nord- oder westeuropäischen Land werden in der nächsten Generation Muslime auch nur annähernd eine Mehrheit stellen. Das ist ein Ergebnis einer groß angelegten neuen US-Studie, die das Institut „Pew Research Center on Religious and Public Life“ veröffentlicht hat.

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2 Comments

  1. So ein Quatsch.
    Da wird jeder als Muslim bezeichnet nur weil er selbige Eltern hat. Als ob der Säugling eines SPD-Wählers ein SPD-Wähler sei.
    Ferner steht in dem Artikel „widerlegt Sarrazins Thesen“. Es widerlegt scheinbar die Thesen, die der Spiegelautor unter selbigen Thesen versteht.
    Nämlich, dass sich die Muslime jährlich durch Mitose fortpflanzen.
    Das steht so aber garnicht in dem Buch. Tatsächlich decken sich die recht nüchternen Zahlen mit der Prognose des Zuwachses an Muslimen in „Nord-West-Europa“ fast 1:1.
    Sie bestätigen damit sogar seine Thesen, entgegen der Überschrift!

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  2. Bürger Sagt:
    Januar 29, 2011 um 1:44 pm 00 i Rate This

    Diese Zahlen stimmen sowiso hinten und vorne nicht. Erstmal ist die Mehrheit der Menschen keiner Religion zuzurechnen, insbesondere bei den Han Chinesen als mit großem Abstand größten Volk der Erde.
    Dann bedeutet „Muslim“ in sehr vielen Ländern einfach Staatsbürger was nicht bedeutet, das sie Religiös sein müssen. also wewrden in der Türkei, Ägypten und vielen Ländern nur Christen und Juden separat aufgeführt, der Rest sind Muslime (Staatsbürger), egal ob Säkular, Alevit oder Sonstig.
    Die wahre Zahl gläubiger Moslems dürfte nur ein ganz geringer Prozentanteil an der Weltbevölkerung sein.
    Bei Christen auch nicht anders, es gibt nämlich in den meisten Ländern wie der BRD gar keine staatliche und unabhängige Erfassung der Religionsgemeinschaften, die Zahlen sind nur Angaben von Christen und wenig glaubwürdig. Die wahre Zahl der Christen sehen wir Sonntags in den Kirchen, also auch nur ein ganz geringer Anteil an der Bevölkerung.

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