Dorothee Bär: Vermindert demokratiefähig


Quelle: bundestag.de

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat die Katholische Kirche aufgefordert, bald einen konkreten Vorschlag zur Entschädigung von Opfern sexuellen Missbrauchs vorzulegen. Dazu erklärt die familienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dorothee Bär:

„Belehrungen der Katholischen Kirche durch die Justizministerin mögen deren parteipolitisches Profil stärken, helfen in der Sache jedoch nicht. Vielmehr schaden sie der Diskussion und sind der Ernsthaftigkeit dieses Themas nicht angemessen. Schon beim Runden Tisch Heimkinder hat die Katholische Kirche eindrücklich unter Beweis gestellt, dass sie sich ihrer Verantwortung für Vergehen in der Vergangenheit stellt und sich großzügig an der vereinbarten Einrichtung eines Entschädigungsfonds beteiligt.

Misshandlungen, Missbrauch und unterlassene Hilfe für die Opfer gab es nicht nur in kirchlichen Einrichtungen. Auch weltliche Schulen und Internate waren bedauerlicherweise betroffen. Zusammen mit anderen beraten daher auch deren Vertreter zu Recht am Runden Tisch über Hilfen für die Opfer.

Daher ist es völlig unverständlich, dass die Bundesjustizministerin ihren Appell zur schnellen Vorlage eines Vorschlags zur Entschädigung der Opfer allein an die Katholische Kirche richtet. Es passt wohl nicht in ihr Weltbild, dass Missbrauchsfälle auch in so renommierten Reformschulen wie der Odenwaldschule stattgefunden haben und dass auch diese Institutionen aufgefordert sind, endlich zu handeln.“

Pressekontakt:

CDU/CSU – Bundestagsfraktion

3 Comments

  1. Die private Jordano Bruno Stiftung und dubiose Anwälte sollten sich am Runden Tisch Heimkinder raushalten. Es geht offensichtlich darum die Opfer, wie die des Holocaustes, um Miliarden zu betrügen.
    Die Entschädigungen sind für die Opfer, sonst für Niemanden !

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  2. Die Belehrungen der Justizministerin an die katholische Kirche sind wohl auch nutzlos da die unbelehrbar sind. Der Sonderstatus der Kirchen muß aufgehoben werden und katholische Sexualstraftäter müssen ganz normal durch die Justitz abgeurteilt werden.
    Der eigentliche Skandal ist doch auch das klerikale Sexualstraftäter dank „Kirchenrecht“ mit Straffreiheit und Vertuschung rechnen können.

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  3. Auf mangelnde Bildung… mangelndes Rechtsbewusstsein ….und „verminderte demokratiefähig “ ……scheint  das verantwortungslose Schwadronieren von Frau Bär hinzueisen…ein parteipolitisches Ärgernis im Bundestag…. Frau Bär scheint der Kirchenlobby durch ihre christliche Partei besonders ausgesetzt…

    Nachdem schon der parlamentarische Runde Tisch von den Kirchen missbraucht wurde um die Opfer  christlicher  Misshandlungen dort bürokratisch unterzupflügen … sorgt sich Frau Bär nun immer noch mehr ums Vermögen der Kirche  – als um die Entschädigung der Opfer und die Prävention.

    In den USA – wo katholische UnWürdenträger sich ähnlich häufig an Kindern vergriffen wie bei uns in Europa – musste die kirchlichen Täter inzwischen mehr als 2 Milliarden Dollar an die Opfer blechen…und ein Ende der Verurteilungen  ist noch nicht in Sicht.

    Aber wie es durch den schrillen Zwischenruf von Frau Bär erscheint  ist ein misshandeltes Kind  in Deutscland der Weltkirche aus Rom eben weniger Wert als ein Amerikanisches oder ein Irisches…also nur eine Art Bei uns so eine Art von „Mißhandlung light“….eben mit dem Reichskonkordatsrabatt….
    😉

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sexueller_Missbrauch_in_der_römisch-katholischen_Kirche#Aufarbeitungs-_und_Pr.C3.A4ventionsma.C3.9Fnahmen

    Zitat aus Wikipedia 

    US Entschädigungszahlungen 
    Die römisch-katholische Kirche in den Vereinigten Staaten verzeichnet die Klagen von etwa 10.000 Opfern. Bisher wurden mehr als zwei Milliarden Dollar Schadenersatz an die Opfer gezahlt. Eine Reihe amerikanischer Bistümer meldeten Insolvenz an, weil die Schadensersatzforderungen der Opfer nicht mehr bedient werden konnten. Bis Ende 2010 hatten insgesamt sieben Bistümer und der Jesuitenorden von Oregon ihre Zahlungsunfähigkeit erklärt. Unter den insolventen Bistümern befanden sich das Bistum Davenport in Iowa, Bistum Fairbanks in Alaska, das Erzbistum Portland in Oregon, das Bistum San Diego in Kalifornien, das Bistum Spokane in Washington, das Bistum Tucson in Arizona, das Bistum Wilmington in Delaware und das Erzbistum Milwaukee.

    Ende Zitat

    …und  in den USA wird von den Opfern versucht, die durch die Insolvenzen vorenthaltenen Entschädigungen direkt beim Vatikan einzutreiben……, sicherlich ein Alptraum für eine christliche Politikerin wie Frau Bär..
    😉

    Eins kann man aber jetzt schon für die USA voraussagen….weil die Kindsmisshandlungen diesmal für die Kirche so empfindlich teuer waren, werden vom Vatikan dort nun endlich die organisatorische Massnahmen zum Schutz von Kinder eingerichtet…die dem seit 1600 Jahren aktenkundlichen Treiben katholischer Funktionäre mit Minderjährigen ein Ende bereiten…denn beim Geld hört eben der Kirche der Spaß auf…
    …das wäre mal eine Bildungsreise für Frau Bär …..US Entsschädigungsrecht für Mißbrauchsopfer studieren……;-)

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