w00t: Der Brief eines Dodos


Der Rückgang an praktizierenden Katholiken ist wesentlich stärker als der Rückgang an Priestern! Der katholische Journalist Alexander Kissler hat dem deutschen Bundestagspräsidenten Norbert Lammert einen Offenen Brief geschrieben.

kath.net

Lieber Bruder Norbert,

ich nehme mir die Freiheit, den Präsidenten des Deutschen Bundestages zu duzen; nicht an ihn nämlich ist dieser Brief gerichtet, sondern an den „engagierten katholischen Christen“, der gerade eine Kampagne für die Zulassung katholischer verheirateter Männer zur Priesterweihe gestartet hat. Ich schreibe Dir, weil ich derselben Kirche angehöre, und ich schreibe Dir öffentlich, weil auch Du den öffentlichen Weg gewählt hast, um an die deutschen Bischöfe eine „Bitte“ heran zu tragen: Sie mögen sich „vor allem in Rom mit Nachdruck“ dafür einsetzen, dass „viri probati“ Priester werden dürfen.

Du, lieber Bruder Norbert, schreibst, Du seiest ebenso wie Deine Mitstreiter aus der CDU getrieben von „lebenslanger kirchlicher Verbundenheit, tiefer Sorge und wachsender Ungeduld“. Dass letztere nicht eben ein starkes Motiv ist – auch ich bin zum Beispiel wachsend ungeduldig, wann es endlich einen ausgeglichenen Staatshaushalt geben wird –, kannst Du mir gewiss zugestehen. Ungeduld ist eine Temperatur des Inneren, die sich auf törichte ebenso wie edle Ziele richten kann. Persönliche Ungeduld ist manchmal nahe am Trotz und somit an der Unreife und also ganz gewiss in diesem weltkirchlich brisanten Konflikt nicht maßgebend.

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„Galle, Gift und Gotteswahn“

Dodo des Monats Dezember 2008

1 Comment

  1. Dieser Brief von Bruder zu Bruder liest sich ja so, als ob die Katholen bereits aus dem letzten Loch pfeifen !

    Na, ja, für die letzte Oelung wird’s ohnehin allmählich Zeit. Diese Organisation hat inzwischen genug Dummheiten begangen, Verbrechen verübt und sonstiges Unheil auf der Welt angerichtet. Bevor sie aber endgültig das Feld räumen, sollten sie noch Gelegenheit zu einer letzten Beichte bekommen. Diese Beichte müßte Punkt für Punkt aufgeschrieben werden. Das ergäbe zweifellos ein dickes Buch – mindestens so dick wie die Bibel !

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