Von der Sprachlosigkeit des Vatikans


Eberhard von Gemmingen sprach in Bietigheim. Bild: Alfred Drossel

Ein Gotteshaus so voll, dass die Leute stehen müssen, gibt es eigentlich nur an Weihnachten. Oder der Jesuitenpater Eberhard von Gemmingen, einst Chefredakteur der deutschen Abteilung bei Radio Vatikan, kommt und redet Klartext über den Papst – wie jetzt in Bietigheim.

Ludwigsburger Kreiszeitung

Vielleicht ist es ja auch so, dass viele Schäfchen die Nähe zu ihrer Kirche in sehr schwierigen Zeiten suchen. Denn dass die Zeiten sehr schwierig sind, daran ließ Pater Eberhard von Gemmingen, am Donnerstagabend im Gemeindehaus der katholischen Laurentiuskirche keinen Zweifel: „Wir leben in einer sehr nebligen Kirchenzeit“, rief er dem Publikum zu.


Warum das so ist, weiß der Pater, der fast 30 Jahre in Rom lebte und zwei Päpste und ihren Apparat aus nächster Nähe miterlebte, natürlich genau. „Es entsteht der Eindruck, dass der Pontifex zurück in die Vergangenheit will.“
Viele Gläubige sind verunsichert, wenn Messen wieder auf Latein gehalten werden, und Priester der Gemeinde den Rücken zudrehen. Sie verstehen es nicht, wenn Juden wieder missioniert werden sollen, Muslime pauschal verunglimpft werden oder Holocaust-Leugner aus der Pius-Bruderschaft noch immer einen Platz in der katholischen Kirche haben.

weiterlesen

1 Comment

  1. Dieser Eberhard von Gemmingen leidet wohl auch unter der Berufskrankheit der Radiomoderatoren. Die sitzen den ganzen Arbeitstag am Mikrofon, Jahr um Jahr, und sprechen zu tausenden Menschen. Niemand kann ihnen Antworten oder wiedersprechen, sie müssen immer weiter irgendwas labern um die Zeit zu füllen. Das sind die nach vielen Jehren so gewöhnt das sie immer irgendwas labern müssen, nie aufhören oder zuhören können.
    Eberhard von Gemmingen labert und poltert über den „unfehlbaren“ Papst und den Vatikan, die Show will keiner verpassen 😀

    Liken

Kommentare sind geschlossen.