Moschee Köln: Machtdemonstration oder Integration?


Quelle: http://www.welt.de

Am Neubau der Kölner Zentralmoschee scheiden sich die Geister: Der Dachverband türkisch-islamischer Mission „Ditib“ bezeichnete das Richtfest am  Mittwoch als „gesellschaftlichen und architektonischen Meilenstein“. Dagegen demonstrierten einige Dutzend Anhänger der rechtsradikalen Gruppierung „Pro Köln“ während der Feierstunde lautstark gegen den Moscheebau.

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Es entstehe ein „Haus Gottes, eine Heimat für die muslimische Gemeinde und zugleich ein Ort der Begegnung auch mit Nicht-Muslimen“, zitiert die Nachrichtenagentur dpa Ditib-Vorstandsmitglied Orhan Bilen. Die Rohbauten der 37 Meter hohen Kuppel und zwei 55 Meter hohe Minarette sind bereits fertiggestellt, in einem Jahr soll die Moschee als eine der deutschlandweit größten eingeweiht werden.

Zugleich entsteht auf dem rund 5.000 Quadratmeter großen Areal im Stadtteil Ehrenfeld ein Kultur- und Begegnungszentrum. Der Ditib-Dialogbeauftragte Bekir Alboga betonte bei der Einweihung: „Der interreligiöse und interkulturelle Dialog wird durch diese Moschee eine Vitalisierung erfahren.“ Auch Nicht-Muslime seien willkommen, die Predigten würden ins Deutsche übersetzt. Der Moscheebau hat eine lange Vorgeschichte. Nachdem das geplante Vorhaben 2006 bekannt wurde, formierten sich auch die Gegner.

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