Schweiz: Alternativmedizin in die Grundversicherung


Schamane(Arzt, 2012, Schweiz), Quelle: wheel-of-games.com

Die Homöopathie, die anthroposophische Medizin, die Neuraltherapie sowie die Phytotherapie und die Traditionelle Chinesische Medizin werden in der Schweiz ab 2012 wieder Teil der Grundversorgung. Auf diese Entscheidung des Gesundheitsministers Didier Burkhalter hat der Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) im Januar hingewiesen.

Deutsches Ärzteblatt

Der frühere Gesundheitsminister Pascal Couchepin hatte die fünf komplementärmedizinischen Behandlungsmethoden 2005 aus dem Leistungskatalog gestrichen. Bei einer Volksbefragung, der sogenannten Komplementärmedizin-Initiative, sprachen sich die Schweizer 2009 aber zu zwei Dritteln für die Alternativmedizin aus.

Anders die Eidgenössische Kommission für Leistungen und Grundsatzfragen (ELGK): Sie empfahl dem Bundesrat im vergangenen Dezember, die genannten Heilverfahren nicht wieder in den Leistungskatalog der obligatorischen Krankenversicherung aufzunehmen. Die Stellungnahme der Kommission war im Streit um die Komplementärmedizin von Bedeutung. Sie galt als maßgebliche Grundlage für einen Entscheid von Gesundheitsminister Didier Burkhalter.

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2 Comments

  1. Firma Heel musste Nachweise erbringen das z.B. Medikamente wie Traumeel oder Zeel bei Mensch und Tier wirken!!!!

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  2. Also, liebe Leute, ich will ja nicht unbedingt als der Klügste erscheinen, aber außer mir scheint noch niemand bemerkt zu haben, dass die Schweizer (meine früheren Landsleute) sich mit der Zustimmung zur sog. Komplementärmedizin-Initiative einen Schildbürgerstreich der ganz besonderen Art geleistet haben. Sie haben jetzt nämlich etwas in ihrer Verfassung stehen, was in der Realität schlicht und ergreifend nicht umsetzbar ist ! (Das ist eine echte Vorlage für Kabarettisten und als Motiv für den Fasching geeignet !)

    Der frühere Bundesrat Couchepin, ein Gegner der Verfassungsinitiative, hat seinen Landsleuten nämlich vor seinem Ausscheiden aus dem Amt klugerweise einen hinterlistigen Text in die Verfassungsinitiative eingeschmuggelt, der von den Initiatoren dieser Initiative und vom Wählervolk in seiner faktischen Auswirkung nicht erkannt wurde. So forderte er z.B. dass die Kosten für die Alternativ- und Komplementärmedizin nur bezahlt werden sollten, wenn dafür wissenschaftlich relevante Wirkungsnachweise erbracht werden können. Dieser Zusatz steht so auch in der vom Wahlvolk angenommenen Verfassungsinitiative. Und exakt auf diesen Passus beruft sich jetzt die ELGK, indem sie als Begründung für ihre Stellungnahme anführt, „…dass die maßgeblichen Kriterien der Wirksamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit (WZW) der komplementärmedizinischen Methoden nicht erfüllt seien.“

    Somit ist die Überschrift im Ärzteblatt „Alternativmedizin kommt in der Schweiz zurück in die Grundversicherung“ eine Fehlinterpretation des DZVhÄ, dem deutschen Zentralverband homöopathischer Ärzte. (Können die denn nicht lesen !?) Nachdem es z.B. den Homöopathen in den 200 Jahren seit Bestehen dieser Pseudowissenschaft nicht gelungen ist, auch nur einen einzigen Wirkungsnachweis für die Homöopathie zu erbringen, dürfte dies auch in absehbarer Zukunft ein unerfüllbarer Wunschtraum der Homöopathen bleiben.

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