Der Dalai Lama ist eine Witzfigur


Colin Goldner(2008), Quelle: brightsblog

Der Schwärmerei über den tibetischen Buddhismus kann der Psychologe Colin Goldner nichts abgewinnen. Was ihm im Vorfeld einer Lesung in Bremerhaven nun Boykottaufrufe eingebracht hat

Von Benno Schirrmeister taz

taz: Herr Goldner, warum schreiben Sie so aggressiv gegen den Dalai Lama?

Colin Goldner: Angesichts der Flut an Publikationen zum Dalai Lama, von ihm und über ihn, stehen die Kritiker der tibetischen „Heiligkeit“ auf ziemlich einsamen Posten. Daher ist pointierte Formulierung unverzichtbar, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Mein gelegentlich polemischer Unterton ist wohl Erbe meiner 68er-Sozialisierung: Mir geht die vorauseilende Ehrerbietung irgendwelcher Kutten- und Soutanenträger gehörig auf den Geist. Im Übrigen bin ich völlig unaggressiv.

Aber der Oberste Gerichtshof Wien hat Ihr Buch schon so gelesen: Nach seinem Urteil rechtfertigt Ihre „herabsetzende provokante Schreibweise“ so ziemlich jede Kritik an Ihrem Werk.

Der Wiener OGH hat mein Buch ersichtlich nicht gelesen, sondern sich auf die Stellungnahme der Österreichischen Buddhistischen Religionsgesellschaft gestützt, gegen deren seinerzeitigen Vorsitzenden ich geklagt hatte. Dieser hatte mich in seinem Verbandsorgan auf unterstem Niveau persönlich angegriffen, was ihm letztlich – geschützt durch das Recht auf freie Meinungsäußerung – durchging.

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3 Comments

  1. @ Arnd:
    Die NPD findet den Dalai Lama ja nichtrein zufällig gut, insofern hat die Aussage schon Sinn.

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  2. Er hat schon recht dass dem Dalai Lhama kein Heiligenschein gebührt. Ihn dafür zu verdammen dass die NPD ihn gut findet ist aber ziemlich krass. Hitler fand Autobahnen gut. Deshalb sind alle Autobahnen nun böse, so!

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