Valentinstag: 100.000 mal Blödsinn


Quelle: http://www.welt.de

Rendezvous mit Gott‘-Gottesdienste in Wiener Kirchen – Dompfarrer Faber: ‚Wir beten darum, dass die Liebenden einander wirklich Stütze und Halt sind‘

kath.net

Mit einer Messfeier im Stephansdom – am Altar der Maria Pocs-Ikone – beginnt am Montag, 14. Februar, um 6.30 Uhr die diesjährige Valentins-Aktion der Erzdiözese Wien. Mehr als 200 Pfarren und kirchliche Organisationen beteiligen sich an der Aktion, bei der Hunderte „Valentins-Boten“ – Frauen, Männer und Jugendliche – mehr als 100.000 „Liebesbriefe von Gott“ an die Passanten verteilen. Die heuer zum sechsten Mal durchgeführte Aktion zieht inzwischen Kreise: In Eisenstadt, Linz und Salzburg – aber auch in Köln – werden ebenfalls „Liebesbriefe von Gott“ verteilt.

„Lass uns wieder einmal miteinander reden!“, heißt es in den „Liebesbriefen von Gott“: Eine Einladung zu einem „Rendezvous mit Gott“ („ein paar Minuten Stille und Reden mit Gott, sich segnen lassen, ein paar Zeilen an Gott schreiben“) gibt es am Valentinstag in 30 Kirchen der Erzdiözese Wien, zum Beispiel im Stephansdom um 20 Uhr, in der Mariahilfer Kirche um 15.30 Uhr, in der Pfarrkirche St. Johann in Favoriten um 17 Uhr, in der Pfarrkirche St. Gertrud in Währing um 18.30 Uhr.

Der Heilige Valentin ist der Schutzpatron der Liebenden. Der Segen bei den „Rendezvous“-Gottesdiensten soll daher „dem Wachstum, der Förderung der Liebe“ gelten, so Dompfarrer Toni Faber: „Wir beten darum, dass die Liebenden einander wirklich Stütze und Halt sind und auch den Mut haben, sich ganz aufeinander einzulassen“. Das sei der Grund, warum von Jahr zu Jahr mehr Menschen zu dem schlichten Wortgottesdienst am Abend des Valentinstages in den Stephansdom kommen und den Segen Gottes erbitten.

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3 Comments

  1. Die Pfaffen beschreiten schon wunderliche Werbepfade, in der Hoffnung, damit den Schwund ihrer abtrünnigen Schäfchen irgendwie in Grenzen zu halten. Im übrigen war das Blumen schenken zum Valentinstag ursprünglich die Werbeidee eines Blumenhändlers in meiner Heimatstadt – so um das Jahr 1955 herum -, der einen in Vergessenheit geratenen alten Brauch wiederbelebte. Zuvor war mir von diesem Brauch nichts bekannt. Zu dieser Zeit las ich im Schaufenster eines Blumenladens auf einem Plakat die Story vom heiligen Valentin, der zum Zeichen der Freundschaft jedem vorübergehenden Mädchen eine Blume geschenkt haben soll. Ich war damals zum ersten Mal verliebt und fand die Idee ganz nett. Und so wurde ich ein Opfer der Werbung und kaufte meiner ersten Liebe meine ersten Blumen. (Im Stadtgarten hätte ich sie kostenlos holen können !)

    Ein direkter Bezug des Blumen- und Verlöbnisbrauchtums zu Valentin von Terni kann bis heute nicht nachgewiesen werden. Diese Story haben sich die Katholen – wie so gar manches – irgendwie zusammen gesponnen, ohne jedoch nachprüfbare Quellenbeweise vorlegen zu können. Aber die Idee mit dem „Liebesbrief von Gott“ irritiert mich schon etwas ! Als überzeugter Hetero fahr‘ ich nun mal nicht auf Männer ab !

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  2. „es geht um die Botschaft, die wir mit dem Brief weitergeben, ganz wie der Apostel Paulus schreibt, dass die Menschen selbst ein Liebesbrief Gottes sind“
    … hm, soweit ich sehe, kommt das Wort „Liebensbrief“ nirgendwo in den Bibeln vor …

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