200 Jahre Talar – die Sorgen der Anderen


Quelle: http://www.idea.de

Er ist so etwas wie das Markenzeichen des evangelischen Pfarrers: der Talar. In den Landeskirchen ist es seit 200 Jahren Pflicht, ihn im Gottesdienst und bei Amtshandlungen zu tragen. In Freikirchen hingegen ist diese Amtskleidung völlig unüblich.

idea.de

Eingeführt wurde der schwarze Talar 1811 vom preußischen König Friedrich Wilhelm III. (1770-1840) durch eine „Kabinettsordre“. Die schrieb allen Pfarrern in seinem Herrschaftsgebiet den schwarzen Talar als Dienstkleidung vor. Das konnte er, weil er als König von Preußen auch Oberhaupt der evangelischen Kirche war und außerdem alle protestantischen Pfarrer staatliche Beamte waren. Zu jener Zeit predigten die einen im Anzug, andere im Messgewand und wieder andere im Talar von der Kanzel herab. Diesem „Wildwuchs“ wollte der König ein einheitliches Bild entgegensetzen – „um der Gleichförmigkeit willen und um der Willkür zu wehren“, wie es im Gesetzestext von damals heißt. 1843 tat es ihm der bayerische König gleich. Nach und nach wurde der schwarze Talar dann in allen Landeskirchen eingeführt und bis heute verpflichtend beibehalten. Zum Für und Wider äußern sich je ein führender Vertreter aus Landes- und Freikirchen in Beiträgen für die Evangelische Nachrichtenagentur idea.

weiterlesen

1 Comment

  1. Also, ich finde es gut, dass die evangelischen Pfaffen einen Talar oder wie die Katholen sonstige seltsame, farbige Gewänder tragen. So erkennt man sie schon von weitem und kann ihnen aus dem Weg gehen.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.