South Dakota: Abtreibungsbefürworter zum Abschuss freigegeben


Abtreibungsgegner in den USA

Der US-Bundesstaat South Dakota erwägt eine neue Gesetzesinitiative. Inhalt: Die Neudefinition des Begriffs „gerechtfertigte Tötung“. Damit ist wohl so etwas wie Notwehr gemeint.

Die Vorlage liest sich wie folgt:

Homicide is justifiable if committed by any person while resisting any attempt to murder such person, or to harm the unborn child of such person in a manner and to a degree likely to result in the death of the unborn child, or to commit any felony upon him or her, or upon or in any dwelling house in which such person is.

Homicide is justifiable if committed by any person in the lawful defense of such person, or of his or her husband, wife, parent, child, master, mistress, or servant, or the unborn child of any such enumerated person, if there is reasonable ground to apprehend a design to commit a felony, or to do some great personal injury, and imminent danger of such design being accomplished.

Der von den Republikanern unterstützte Gesetzentwurf, der vom Ausschuss angenommen wurde, würde die staatliche Definition von Notwehr dahingehend ändern, das die Tötung eines Menschen gerechtfertigt ist, soweit sie durch eine Person erfolgt, die sich gegen den Versuch ihrer eigenen Ermordung verteidigt oder gegen den Versuch, ihrem ungeborenen Kind oder dem ungeborenen Kind des Ehepartners, der Eltern, des Kindes, des Arbeitgebers oder Angestellten, Schaden zuzufügen.

Oder, wie Vicki Saporta, Präsidentin der „National Abortion Federation“ sagt: Das Gesetz ist eine Einladung Abtreibungsbefürworter zu ermorden.

via: http://motherjones.com/politics/2011/02/south-dakota-hb-1171-legalize-killing-abortion-providers

7 Comments

  1. nein, bürger, dazu wird es nicht kommen.
    Es wird immer nur einen gewissen und vor allem lenkbaren Mob geben, in dieser Kultur.
    Die Gewalt jedoch gibt die Macht-Kaste nicht aus der hand. Daher bleibt es bei „staatlichen Organen“.
    Nicht für den Opferschutz, sondern für den Schutz der Strukturen udn somit vor allem demSchutz der herrschenden Kaste.
    lWer zahlt, der sagt….

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  2. Nur weiter so, warum eigentlich nicht gleich Polizei und Justitz in den USA abschaffen und das „Gesetz des stärkeren“ gelten lassen ?
    Die Verhältnisse in dem Staat USA sind langsam kaum noch an Bararismus zu überbieten. Fernsehkommentatoren und Talk Show Teilnehmer überschlagen sich auch mit der Forderung, Wikileaks „auszuschalten“, viele halten den Einsatz von ferngesteuerten Bomben (Drohnen) gegen alle solche „Feinde“ für gerechtfertigt.
    Derlei Irrationalismus und Wahn kann fast nur in einem totalen Fiasko enden.

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  3. Da die SChwangere die Abtreibungswillige in solchen Fällen ist, und der entsprechende Arzt nur ihr Beauftragter, müssen solche Leute konsequenterweise die SChwangere ermorden.

    Damit erwerben sie allerdings keine eigentlichen REchte am Kind.

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  4. Wenn’s um Religion und Politik geht, ist so manches in den USA nach europäischem Maßstab nicht nachvollziehbar. Es ist das Denken einer anderen Welt, die in ihrer geistigen, intelektuellen und humanistischen Entwicklung offenbar stehengeblieben ist. Das trifft sicher nicht auf alle Amerikaner zu, aber insbesondere im sog. Bibelgürtel ist die mittelalterlich anmutende Dekadenz nicht zu übersehen.

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  5. Auf den ersten Blick leider wenig aufregend. Weil natürlich kann man auch in Deutschland als Schwangere gegen widerrechtliche Abtreibung Notwehr üben. Und natürlich kann man auch als Angehöriger in Deutschland gegen eine widerrechtliche Abtreibung Nothilfe ausüben. Was die zitierte Quelle vielleicht übersehen hat, ist, daß Notwehr immer eine Straftat voraussetzt. Mit der Zustimmung der Schwangeren entfällt die Straftat und somit ist auch keine Notwehr mehr möglich. Fehlt die Zustimmung liegt eine notwehrfähige Straftat vor, was mir nicht kritikwürdig erscheint.

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