Die Seele wiegt 21 Gramm


Viele Neurowissenschaftler haben ihre Zweifel, ob der Mensch über eine unsterbliche Seele verfügt. Jeder zweite Deutsche glaubt daran. Foto: Ars Electronica (flickr)

Was ist die Seele des Menschen? Gibt es sie? Diesen Fragen geht das Magazin „Stern“ in seinem Titelthema nach. Mehr als jeder zweite Deutsche glaubt, dass in ihm eine unsterbliche Seele wohnt. Und ein Forscher will sogar ihr Gewicht gemessen haben: 21 Gramm.

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„Hat der Mensch wirklich eine Seele?“ heißt es auf dem Titelbild des „Stern“. „Antworten auf die ewige Frage, was den Menschen ausmacht“ will der Artikel des Wissenschaftsautors Stefan Klein geben. Der studierte Physiker schrieb Bestseller wie „Die Glücksformel“ und „Da Vincis Vermächtnis“.

Zu allen Zeiten hätten Menschen geglaubt, dass der Mensch mehr sei als der sterbliche Leib, schreibt Klein. „Dann entzauberten die Neurobiologen unser Denken und Fühlen. Und doch haben sie nicht alle Rätsel gelöst.“ Der „Stern“ hat 21 Menschen nach ihrer Meinung zu diesem Thema gefragt und zitiert ihre Ansichten. „Die Seele ist das, was uns Gott gegeben hat“, sagt eine 21-jährige Jura-Studentin, die neu-apostolischen Glaubens ist. „Sie unterscheidet uns von Tieren und Pflanzen. Sie bestimmt, was wir sind. Sie lebt weiter, wenn man gestorben ist, und alle Seelen treffen sich im Jenseits wieder.“ Der gleichaltrige Physikstudent Daniel, evangelisch, hingegen glaubt nicht an eine Seele. „Die Seele ist etwas Unlogisches“, ist er überzeugt. Auch ein 52-jähriger konfessionsloser Tischler aus Berlin findet: „Die Seele ist eine schlechte Erfindung. Durch den Glauben an solche übernatürlichen Sachen lassen sich Leute manipulieren.“ Eine 41-jährige Reiseverkehrskauffrau ist „eigentlich evangelisch“, interessiert sich sehr für den Buddhismus und hält Seelenwanderung nach dem Tod für denkbar. Für den Heizungstechniker Turhan Sinan, der muslimischen Glaubens ist, ist die Seele „Mitleid und Mitgefühl“. Er fügt hinzu: „Mit dem Tod stirbt auch die Seele.“ Eine 38-jährige Tierärztin aus Berlin kann sich nicht vorstellen, „dass es der Sinn des Leben ist, auf der Erde herumzuwandern und nach vielen Jahren zu sterben. Das wäre so sinnlos.“

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6 Comments

  1. habe gerade nachgewogen, meine Seele wiegt nur 0 gr. Liegt aber vielleicht auch daran das ich nicht an so einem Quatsch glaube.

    Übrigens wurde der Versuch vor über 100 Jahren gemacht!

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  2. Die „Seele“ ist ein veraltetes Wort für die Psyche, das Bewusstsein. Braucht man blos bei Wikipedia nachzulesen.

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  3. „“„Die Seele ist das, was uns Gott gegeben hat“, sagt eine 21-jährige Jura-Studentin, die neu-apostolischen Glaubens ist. „Sie unterscheidet uns von Tieren und Pflanzen. Sie bestimmt, was wir sind. Sie lebt weiter, wenn man gestorben ist, und alle Seelen treffen sich im Jenseits wieder.““

    Head–>Table

    „“Eine 41-jährige Reiseverkehrskauffrau ist „eigentlich evangelisch“, interessiert sich sehr für den Buddhismus und hält Seelenwanderung nach dem Tod für denkbar.““

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    „“Eine 38-jährige Tierärztin aus Berlin kann sich nicht vorstellen, „dass es der Sinn des Leben ist, auf der Erde herumzuwandern und nach vielen Jahren zu sterben. Das wäre so sinnlos.““

    Head–>Wall–>Table–>floor–>ceiling etc….

    Diese Vorstellung mag nicht schön sein, aber deswegen ist die Vorstellung in den Himmel zu kommen noch lange nicht wahr. Wenn ich das mit einem abgewandelten Dawkins-Zitat mal so sagen darf.
    Und jetzt widme ich mich meinem Kaffe und putsche meinen „brodelnden Atheismus“ noch mehr mit Koffein auf… 😉

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  4. Es fällt den Menschen schwer, zu erkennen, dass ihre Lebenszeit begrenzt ist und dann alles vorbei sein soll. Aber es ist nun mal so und daran kann auch der Glaube an ein Weiterleben nach dem Tode nichts ändern. Sich dieser Erkenntnis zu widersetzen, ändert an dieser Tatsache leider nichts.

    Es ist dieses Aufbegehren gegen die Unabänderlichkeit des Todes, die viele Leute letztlich zum Glauben an Gott führt und auf ein Weiterleben nach dem Tode hoffen läßt. Dieser Glaube steht aber auf sehr schwachen Beinen und ist letzten Endes nichts anderes als eine wahnhafte Selbsttäuschung.

    Dass dieser Selbstbetrug gut organisiert und auch sehr einträglich ist, setze ich als bekannt voraus.

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