Bizarr, derb, Kirchenkritik heute


Satire-Cartoon: Staat und Kirche im Bett

In 100 Tagen beginnt in Dresden der 33. Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT). Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren – doch auch Kirchenkritiker machen mobil. So bereitet die Giordano-Bruno-Stiftung zahlreiche Aktionen vor. Auch beim Besuch von Papst Benedikt XVI. im September in Deutschland will die atheistische Gruppierung Flagge zeigen.

Von Andreas Finckeevangelisch.de

Die Stiftung, gegründet vor einigen Jahren im Hunsrück, versteht sich als „Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung“. Innerhalb kurzer Zeit hat sie erstaunlich an Einfluss gewinnen können und sich geschickt positioniert. Zahlreiche religionskritische Initiativen mit zum Teil derber Polemik wurden hier erdacht – so zum Beispiel die Aktion „Glaubst du noch oder denkst du schon?“ oder die bizarre Idee zur Umwandlung des Feiertages Christi Himmelfahrt in einen „Evolutionstag“. Auch unterstützt die Gruppierung die atheistische Buskampagne unter dem Motto „Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott“.

In letzter Zeit konnte die Gruppierung auch an politischem Einfluss gewinnen. So wurde die aktuelle Diskussion um die Staatsleistungen an die Kirchen ebenfalls von dieser Stiftung angestoßen und finanziert. Carsten Frerk, Autor des viel diskutierten „Violettbuches Kirchenfinanzen“, ist zugleich Kurator der Giordano-Bruno-Stiftung. Im Rahmen einer Kampagne wurden Ende vergangenen Jahres Exemplare des Buches an hunderte politische Entscheidungsträger und Journalisten verschickt.

weiterlesen