Reformstau? bei kirchlicher Sexualmoral


Alois Wolkinger, Quelle: http://www.theologische kurse.at

„Reformstau“ bei der kirchlichen Sexualmoral hat der Grazer Moraltheologe Alois Wolkinger bei einer Podiumsdiskussion in der steirischen Landeshauptstadt geortet. Manche Normen seien heute „nicht mehr zeitgemäß“, den meisten Menschen sei gleichgültig, „was die Kirche ihnen zum Thema Sexualität vorschreibe oder verbiete“, heißt es in einem Bericht auf der Webseite der steirischen katholischen Kirche über die Veranstaltung, die im Rahmen des Diözesangesprächs in der Vorwoche im Bildungshaus Graz-Mariatrost stattgefunden hatte.

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Auch Hans Putzer, Präsident der Katholischen Aktion in der Steiermark, hatte zu Beginn der Diskussion als Moderator betont, dass „Sexualität nicht mehr mit Kirche in Verbindung gebracht“ werde, vor allem wenn es um kirchliche Richtlinien gehe.

Wolkinger appellierte, die mit der Sexualmoral in Verbindung stehenden Probleme „sollten endlich angegangen werden“. Er sprach von einem „Stillstand“ in Bezug auf den Pflichtzölibat und bei den Zulassungsbedingungen zu kirchlichen Ämtern.

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2 Comments

  1. Uns hat seinerzeit der Pfarrer im Konfirmanden-Unterricht gelehrt, dass der „edle Jüngling“ nicht onaniere. Auch über die eheliche Treue hat er damals gesprochen. Von wegen „du sollst nicht deines Nächsten Weib begehren.“ Dummerweise wurde dann sein außerehliches Verhältnis zu einer ebenfalls verheiraten Frau – ein Mitglied seines Pfarrkreises – publik. Das hat mich sehr nachdenklich gestimmt, und ich habe mir vorgenommen, niemals einen Pfaffen – weder vor noch nach einem Geschlechtsverkehr – um einen Rat zum Thema Sexualität zu bitten. Und damit bin ich eigentlich ganz gut gefahren. Man braucht auch keinen Pfaffen – schon gar nicht einen Katholischen -, der als unsichtbarer Dritter das Geschehen im Schlafzimmer mitbestimmt. Die sind doch ohnehin nur sauer, weil sie beim Sex nicht auch noch zugucken können ! Die katholischen Pfaffen haben’s da noch etwas besser. Die können sich bei der Beichte schadlos halten und sich an den gebeichteten sexuellen Verfehlungen aufgeilen.

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