Wertekongress mit Mr. Googleberg


Quelle:brightsblog

Kann Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Googleberg (CSU) angesichts der Plagiatsvorwürfe gegen ihn auf dem größten deutschen Wertekongress auftreten?

Und GOTT sprach, ja. Hat doch mein Sohn am Kreuz für alle Sünder gelitten und ist für sie dort gestorben. Für alle möchtegern Akademiker ist hiermit göttlicher Dispens erteilt, auf nach Buyreuth.

Pastor Heinz Marquardt

Fast alle großen biblischen Gestalten könnten, so Marquardt, bei solchen Vorgaben bei einem christlichen Wertekongress nicht auftreten: „Mose nicht wegen Totschlags, Abraham nicht wegen Lüge, David nicht wegen Mordes und Ehebruchs und Paulus nicht, weil er als einstiger Christenverfolger gleich mehrere Menschen auf dem Gewissen hatte.“ Es könne unter Christen nicht darum gehen, „dass vermeintlich Sündlose über Sünder richten“. Nach den Worten Jesu Christi sei es immer so, „dass Sünder Sünder mahnen, die Sünde zu meiden – egal, ob es um ethisches oder theologisches Fehlverhalten handelt“. Zwar würden manche Sünden öffentlich, so dass der Sünder am Pranger stehe: „Aber um die ganz große Mehrheit von Sünden weiß eben nur Gott allein – und ihm sollten wir das endgültige Urteil im Jüngsten Gericht überlassen.“

idea.de

Eine signifikante Aussage des Pfaffen. Mord, Totschlag, Lüge, Ehebruch(LOL)  sind entschuldbar. Wenn Politiker christlichen Glaubens von Werten und Moral reden kommt ein erbärmlicher Kulturrelativismus zum tragen.  Eine zusammen kopierte Dissertation tötet niemanden, insofern scheint das Bescheissen als Bagatelle.

Die Katholen gehen Beichten. Wieviel Vaterunser, Ave Marias und Rosenkränze wird Mr. Googleberg beten, bis er wieder erhobenen Hauptes vor die Kameras treten kann, egal wie dreckig der Hals ist. Die übernatürliche Macht hat alles verziehen. Das zeigt in welch virtueller Realität deutsche Politiker leben. Vielleicht kann  der Verteidigungsminister ja die Bundeswehr für die Wiedereroberung seiner katholischen Werte einsetzen.  Die Glaubwürdigkeit deutscher Politiker hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Merkel und Co. streuen gezuckerten Chlorkalk über die Jauchengrube. Politische Hygiene sieht anders aus.

3 Comments

  1. Das wirft ja ein ganz neues Licht auf das Urheber u. Zitatrecht. Wenn ich jetzt z.B. ein paar Absätze aus Nachrichtenmagazinen kopiere, kann ich mich dann auf Karl-Theodor berufen?

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  2. Vielleicht sollten wir einfach unsere Adressen an die Uni schicken.
    Somit wissen sie, wohin sie die Promotionsurkunde senden sollen.

    Mehr muß gar nicht sein.

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  3. Als der Grünen-Politiker Cem Özdemir im Jahre 2002 über die „Miles-and-Moritz“-Affaire stolperte und seinen Rücktritt als MdB erklären mußte, waren es in erster Linie Politiker der CDU/CSU, die ihn wegen dieser Verfehlungen attackierten und zur Rückgabe des Bundestags-Mandates aufforderten. Dieser Aufforderung konnte auch ich seinerzeit vorbehaltslos zustimmen.

    Somit ist es nur recht und billig, wenn auch der Herr Guttenberg die Konsequenzen aus seinem Dissertations-Betrug zieht und sowohl als Minister als auch als MdB seinen Rücktritt erklärt. Alles andere als ein Rücktritt von diesen beiden Funktionen wäre ein politischer Skandal ersten Ranges.

    Sollte er aber im Amt bleiben und auch sein Bundestags-Mandat behalten wollen, wird dies unter Garantie zu einer schweren Hypothek für die CDU/CSU im Hinblick auf die nächste Bundestagswahl. Das wäre eine Steilvorlage für die Opposition !

    Vergleicht man die Verfehlungen von Özdemir mit denen von Guttenbergs, dann steht wohl außer Frage, wer den größeren und schwerwiegendern Betrug begangen hat. Bei der Vielzahl der „vergessenen“ Quellenangaben dürfte es dem Herrn Guttenberg wohl sehr schwerfallen, dies nur mit Vergeßlichkeit entschuldigen zu wollen. Das soll glauben, wer will ! Ich jedenfalls nicht !

    Über alle Parteigrenzen hinweg erfreute sich Herr G. großer Beliebtheit. Auch ich war von seiner Erscheinung, seinem Auftreten und seiner Amtsführung durchaus beeindruckt. Aber solche Dinge entschuldigen einen Betrug von diesem Ausmaß in keinster Weise. Als Politiker muß er sich mit anderen Maßstäben messen lassen und die Konsequenzen aus seinem Fehlverhalten ziehen.

    (PS: Das Adelsprädikät „zu“ habe ich bewußt weggelassen. Sog. Adelige, die sich mit solchen Präpositionen schmücken, sind bei mir samt und sonders unten durch ! Ein freier Herr bin ich nämlich auch, führe dies aber nicht zusätzlich als Titel.)

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