Katholizismus und Reformen – ein Oxymoron?


Papst-Biograph Peter Seewald, Quelle:www.mediummagazin.de

Warum die Diskussion um das Memorandum der Rom-Gegner so wichtig ist und wo die wahren Reformer sind.

Von Peter Seewaldkath.net

Auseinandersetzungen können schmerzhaft und verletzend sein. Sie können Wunden hinterlassen. Der Streit um das Memorandum von Theologen und Religionspädagogen wird mit großer Leidenschaft geführt. Dass man nach der Erregung des Augenblicks wieder zurückkehrt zu Mäßigung und Versöhnung, gehört dabei zu jenen christlichen Grundgeboten, die Jesus noch dadurch unterstrich, man solle jenen, die einen verfolgen, auch die andere Wange hinhalten.

Und dennoch: Die aktuelle Auseinandersetzung ist unausweichlich. Die katholische Kirche in Deutschland steht an einem Scheideweg. Es geht gewissermaßen ums Eingemachte. Und die Frage ist: Was ist das Fundament, auf dem Kirche und Glauben stehen? Was bekommt man, wenn man verliert, was gut und wichtig war? Wo kann man Rat holen? Und wo sind die Kräfte, die wirklich in die Zukunft führen?

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2 Comments

  1. Seewald:
    In der Tat, hier geht es – unter dem Mantel eines „Dialogs ohne Tabus“ – um einen Umbau der katholischen Kirche generell: durch einen deutschen Sonderweg; durch eine Art Rätekirche, die Priester und Bischöfe zu Auftragnehmern macht, durch eine variable Liturgie nach dem Gutdünken der jeweiligen Gemeindeversammlung.
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    Eine Revolte im deutschen Protektorat des Vatikanstaats 😀
    Früher ließen die Päpste Abweichler verbrennen oder vertreiben, irgendwelche Diskussionsbeiträge oder Argumente sind auch heute unter der „Würde“ des Papstes.
    Die gegenwärtigen Umwälzungen dürften weltweit eine erhebliche Schwächung oder Auflösung des Vatikanes bringen.
    Die Stadt Rom wird wohl einen „Papst“ einstellen müssen, damit diese folkloristische Touristenattraktion erhalten bleibt. Vielleicht bleibt er aber noch eine Weile und übenimmt den Job selbst.

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  2. Wenn ich Vorstandsvorsitzender der RKK AG wäre würde ich die Unterzeichner dieses Papiers allesamt fristlos entlassen. 1. Insubordination und 2. Anbiederung an den Zeitgeist ist nicht Aufgabe der RKK AG. Dafür sind Kaufhof, Aldi und Bild zuständig.

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