Mit Schuhen gegen den Lügenbaron


Schuhe sind am Zaun des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin aufgespiesst. dpa, Herbert Knosowski

Verteidigungsminister zu Guttenberg gerät wegen seiner Doktorarbeit zunehmend ins Kreuzfeuer der Wissenschaft. Immer mehr Forscher gehen davon aus, dass der CSU-Politiker vorsätzlich fremde Texte ohne Hinweis in seiner Doktorarbeit verwendet hat. Eine neue Wendung zeichnet sich derweil in der Affäre um das angebliche Chaos auf dem Schulschiff „Gorch Fock“ ab: Der von Guttenberg vorläufig suspendierte Kommandant Norbert Schatz soll entlastet worden sein.

evangelisch.de

Hunderte Demonstranten protestierten nach Polizeiangaben in Berlin dagegen, dass der CSU-Politiker Teile seiner Doktorarbeit kopiert hat, aber nur seinen Doktorgrad verlor. Als Protest hängten sie Schuhe an den Zaun des Verteidigungsministeriums – eine Anspielung auf fehlende Fußnoten, zugleich im Islam ein Symbol der Schmähung.

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8 Gedanken zu “Mit Schuhen gegen den Lügenbaron

  1. Gelmir

    @yerainbow
    Ja, das ist auch eines meiner Lieblingsbücher.
    Und jetzt, so im nachhinein, das mit der „Bachstelze“ passt perfekt… 😉

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  2. oho. Ich wette,die Merkel wird aus der Sache noch gestärkt hervorgehen…
    Mein Lesetip: Gert Prokop: Wer stiehlt schon Unterschenkel/Der Samenbankraub
    (Kriminalgeschichten aus dem 21. jahrhundert).

    Dort gibt es eine figur, die „Bachstelze“…. einfach mal lesen, liest sich mE super…

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  3. Bürger

    http://www.forschungsmafia.de/blog/2011/02/20/causa-zu-guttenberg-kritik-an-der-veroffentlichungspraxis/

    Nach der Seite hat von und zu Guttenberg zwar behauptet, seine „Doktorarbeit veröffentlicht“ zu haben, wollte aber in Wahrheit nicht das diese öffentlich zugänglich ist. Daher wurde das nicht in das Internet gestellt sondern nur 400 mal gedruckt. Den von der Leyens, Wulfs, von Thurn und Taxis, Merkels und anderen vom Christlichen „Adel“ wird er wohl aber ein Exemplar geschenkt haben und das wird der Grund seines dreisten Aufstieges gewesen sein.
    Ansonsten wird er darauf bedacht gewesen sein das dies Niemand liest, den in der Haupschule wäre das alles andere als Cum Laude gewesen, was Jedem hätte auffallen müssen.

    Das ganze hängt auch mit dem Korruptionssumpf in Bayern zusammen, wo die CSU das sagen in den Universitäten hat und daher solche Gefälligkeitsbenotungen für CSU Bosse möglich sind.

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  4. Esofee

    @Bürger

    Das Dissertations-Plagiat wurde für über 88 Euro verkauft. Wie viele Exemplare wurden da wohl von Uni-Bibliotheken mit Steuergeldern angeschafft???

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  5. Bürger

    Es scheint auch klar zu sein, das von und zu Guttenberg auch den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages für seine private „Doktorarbeit“ benutzt hat.
    Dies ist schon allein ein Grund zurücktreten zu müssen, in Brandenburg mußte jetzt erst wieder ein Minister wegen privater Nutzung eines Dienstwagens zurücktreten.
    Es geht nicht das Bundesminister Bundeseigentum für private Zwecke nutzen, schon gar nicht für betrügerische und hochstaplerische Aktivitäten wie von und zu Guttenberg. Schadenersatz wegen des Mißbrauches von Gemeineigentum für betrügerische Zwecke sollte auch von Guttenberg verlangt werden.
    Eine Verkäuferin mit einem Hungerlohn, die ein übriggebliebenes Brötchen mit nach Hause nimmt, wird fristlos entlassen.
    Der Hochstapler von und zu Guttenberg gehört für seinen Diebstahl an Gemeineigentum zum zwecke des Betruges sofort aus dem dem Ministerium gejagt.
    Wir sollten uns nicht so viel gefallen lassen und es den Arabern einfach nachmachen und diese kriminellen Leute einfach mit Massendemonstrationen vertreiben, die steckten mit den Despoten sowiso unter einer Decke.
    Mal sehen ob sie dann auch versuchen Militär gegen Demonstranten einzusetzen.

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  6. Esofee

    Die Unterstützung bröckelt schon ab:

    Schavan schämt sich für Guttenbergs Plagiats-Affäre

    Berlin (dpa) – Der Rückhalt für Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in den eigenen Reihen bröckelt. Mit Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) hat sich erstmals eine Vertraute von Kanzlerin Angela Merkel und Kabinettskollegin kritisch zur Plagiats-Affäre geäußert.

    http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1117738

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  7. Argus7

    Je länger der Skandal um den Lügenbaron andauert, umso mehr festigt sich bei mir der Wunsch, dass er noch lange an seinem Amt und dem Bundestagsmandat festhalten möge. Je länger dieser Skandal nämlich im Bewußtsein der Öffentlichkeit bleibt, desto mehr vermindern sich nämlich die Wahlchancen der CDU bei der anstehenden Landtagswahl in Baden-Württemberg. Nach der zu erwartenden CDU-Wahlschlappe werden sich dann auch innerhalb der CDU/CSU die Rücktrittsforderungen mehren, denn schließlich wollen die CDU/CSU-MdBs ja auch wiedergewählt werden.

    Frau Merkel dürfte derzeit wohl nur ahnen, dass ihr Festhalten an diesem Betrüger zu einem Stolperstein für ihre politische Karriere werden könnte.

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