Was ist eine Art?


Aus zwei mach drei. Mit Hilfe genetischer Analysen hat man bei den östlichen Gorillas eine dritte mutmaßliche Unterart ausgemacht – den Bwindigorilla. Der Blick ins Erbgut... - Foto: AFP

Systematiker bringen Ordnung ins Chaos der Natur – inzwischen mit Hilfe genetischer Stammbäume

Von Matthias GlaubrechtDer Tagesspiegel

Blütenbeschau und Beinchenzählen haben eine lange Tradition. Bereits Mitte des 18. Jahrhunderts begann der schwedische Botaniker Carl von Linné damit, Ordnung in das scheinbare Chaos der Natur zu bringen. Linné erfand die zweiteilige Benennung sämtlicher Tier- und Pflanzenarten, etwa Homo sapiens für den Menschen oder Capsella bursa-pastoris für das Hirtentäschelkraut. Mit Linné begann auch die Wissenschaft von der Klassifikation der biologischen Vielfalt in einem aufsteigenden System aus Arten, Gattungen, Familien, Ordnungen bis hin zu den Tierstämmen.

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3 Comments

  1. eine fossile Art kann eventuell erst mal NOCH nicht beschrieben werden.

    Ich gebe auch gern zu, daß für Mayrs Artbegriff eine Art sich überwiegend sexuell fortpflanzen können muß.
    Mich jedenfalls überzeugt seine Sicht darauf, daß nicht allein äußere Ähnlichkeiten ausschlaggebend sein können, sondern genetische Kompatibilität.

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  2. @yerainbow
    Mayrs biologisches Artkonzept funktioniert vielleicht halbwegs bei Säugetieren oder Vögeln. Was ist aber mit allopatrischen Arten? Und vor allem was ist mit den Pflanzen, Bakterien, Archäen? Wie kann damit eine nur fossil vorhandene Art beschrieben werden?
    Mayrs Konzept versagt in der biologischen Vielfalt meistens ziemlich kläglich (auch wenn es eine nette Idee ist).

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