Berditschew – Film und Ausstellung


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Die Spuren des deutschen Vernichtungsfeldzuges gegen die Sowjetunion sind in der Ukraine auch 65 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges allgegenwärtig. 2007 reiste Thomas Wernicke privat mehrere Monate durch die Ukraine. In Berditschew , einer Provinzstadt 140 Kilometer westlich von Kiew, erzählten ihm Menschen von der Ermordung der jüdischen Bevölkerung durch die deutsche Wehrmacht.

SteinbergRecherche

Wernicke fand die Orte, an denen 20 000 Berditschewer Juden im September und November 1941 erschossen und verscharrt wurden und fand Überlebende dieser Massaker.

Vier Überlebende der Mordaktionen erzählten vor der Kamera nach und nach von dem, was sie damals erlebt hatten; wie ihre Familien ermordet wurden, wie und warum sie selbst überlebt haben. Sie stellten sich ihren Erinnerungen aus dem Wunsch heraus, Spuren zu hinterlassen und den Toten Namen, ein Gesicht und eine Geschichte zu geben.
Die Ausstellung und der Film Berditschew sind das Ergebnis dieser persönlichen Spurensuche. Ein privat finanziertes Projekt, entstanden aus dem Drängen der Geschichte gegen das Verharmlosen und das Vergessen.

Die eindrucksvoll gestaltete Internetseite berditschew.com in englischer und deutscher Sprache (Fähnchen rechts oben anklicken) gibt einen Überblick über das Projekt. Der Trailer zum Film, fünf Minuten, in deutscher Sprache findet sich hier, in englischer Sprache hier. Thomas Wernicke nutzte ein Sabbatjahr – er ist Kunstlehrer an einer Berliner Oberschule – für Recherchen und Realisierung.