Die Freiheit einer Landplage


Shirley Phelps-Roper, die Sprecherin der Westboro Baptist Church, demonstriert während einer Soldaten-Beisetzung. (© AFP)

Für die Westboro Baptist Church ist der Tod von US-Soldaten die Strafe Gottes, weil Homosexualität toleriert werde. Jetzt entschied der Oberste Gerichtshof: Die Sekte darf für mehr tote Soldaten beten.

Von R. Klüversueddeutsche.de

Sie sind eine Landplage. Sie kommen, wenn der Schmerz am größten ist, wenn Amerikas Familien ihre in fernen Kriegen gefallenen Söhne, Brüder, Väter zu Grabe tragen. Dann protestieren sie am Straßenrand, halten Plakate hoch, auf denen „Betet für mehr tote Soldaten“ steht oder „Gott sei Dank für IEDs“, die vom US-Militär so gefürchteten improvisierten, unkonventionellen Sprengsätze.

Der Tod der Soldaten im Irak und in Afghanistan sei doch nur die Strafe Gottes für diese lasterhafte Nation, die Homosexualität toleriere und Schwule und Lesben in der Armee dienen lasse. Bei mehr als 600 Soldatenbegräbnissen tauchten mittlerweile die Mitglieder der Westboro Baptist Church auf, einer kleinen Kirchengemeinde aus Topeka in Kansas, in Amerikas bibelfesten Mittleren Westen.

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