SPD und Kirchen


Bild: brightsblog

Für Schlagzeilen hat vor kurzem die Ankündigung einiger Sozialdemokraten gesorgt, einen „Arbeitskreis Laizisten in der SPD“ zu gründen. Der Parteivorstand hält wenig von dieser Idee. Wolfgang Thierse erläutert die Hintergründe: Die Gruppierung wolle das „bewährte Verhältnis zwischen Staat und Kirche drastisch verändern“, so der Bundestagsvizepräsident. Im Gespräch mit evangelisch.de schildert Thierse auch, was SPD und Kirchen verbindet und unterscheidet, warum er als ostdeutscher Katholik ausgerechnet Sozialdemokrat wurde – und warum ihn die Linkspartei mit ihrem Verweis auf den „Kommunismus“ im Urchristentum nervt.

evangelisch.de

Herr Thierse, ein berühmtes Jesuszitat lautet: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist – und Gott, was Gottes ist“. Wie laizistisch muss eine politische Partei heutzutage sein?

Thierse: Es ist wichtig, daran zu erinnern, dass die Unterscheidung von Politik und Religion richtig ist. Wir leben in einem Land, in dem Staat und Kirche getrennt sind – auch wenn sie mit Erfolg ein kooperatives Verhältnis eingegangen sind. Es charakterisiert die SPD als Volkspartei, dass es in ihr auch Laizisten, Atheisten und Agnostiker gibt. Sich darüber aufzuregen, halte ich für illegitim. In einem weltanschaulich pluralen Land ist es vernünftig, dass auch Volksparteien weltanschaulich plural sind. Im geltenden SPD-Grundsatzprogramm, dem Hamburger Programm von 2007, steht ausdrücklich, dass die weltanschaulichen Quellen der Sozialdemokratie Judentum und Christentum, Aufklärung und Humanismus sowie die Erfahrungen der Arbeiterbewegung sind.

Der Arbeitskreis „Laizisten in der SPD“ ist beim Parteivorstand nicht gerade gut gelitten. Wie ist der aktuelle Stand?

weiterlesen

4 Comments

  1. Das Recht auf Dummheit gehört zur freien Entfaltung der Persönlichkeit !

    Und dieses Recht nimmt der Thierse, wie auch die Nahles, der Kauder, der Wulff und die Merkel & Co. eben in Anspruch.

    Liken

  2. Thirse ist abgehoben und sieht nur noch alles aus SPD und Katholikenbrille, für das Volk hat er nichts übrig.
    Für ihn mag es in Ordnung sein das der Staat jährlich Miliarden ausgerechnet an die reichsten Organisationen, nämlich die Kirchen, verschenkt. Für die Mehrheit des Volkes ist das aber sicher nicht in Ordnung und deshalb müssen die Partei und Kirchenbürokraten wie Thierse gestoppt werden.

    Liken

Kommentare sind geschlossen.