Das „C“ in der Gesellschaft: Wie Christ oder wie Crime?


Die Artos-Unternehmensgruppe mit Sitz in Dortmund hat den Christlichen Gewerkschaften jahrelang Leiharbeiter als Mitglieder zugeführt- häufig ohne Wissen der Betroffenen. Frontal21 liegt eine Mitgliederliste der Christlichen Gewerkschaften mit rund 1.500 Leiharbeitern aus dem Ruhrgebiet vor. Bei einer Stichprobe stellten Frontal21-Reporter fest: von 100 Befragten wussten nur vier von ihrer Mitgliedschaft.

Von Hans Koberstein und Joe SperlingFrontal21.ZDF

„Offensichtlich hat sich das Unternehmen mit den künstlichen Gewerkschaftsmitgliedern den Haustarifvertrag zahlen lassen“, urteilte Professor Peter Schüren, Arbeitsrechtler an der Universität Münster, gegenüber Frontal21. Die Artos-Unternehmensgruppe ist an mehreren Zeitarbeitsfirmen beteiligt und hat 2004 einen Haustarifvertrag mit den Christlichen Gewerkschaften abgeschlossen, der Dumping-Stundenlöhne von 4,81 Euro ermöglichte. Es gebe einen starken Verdacht auf schwere Wirtschaftskriminalität; dem müsse nun nachgegangen werden.

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3 Comments

  1. @Argus7
    ich verfolge das Thema auch schon lange, was nun aber aktuell noch raus kam und gestern bei Frontal21 veröffentlicht wurde, sind die ergaunerten Mitglieder der C-Gewerkschaft. Den unwissenden Leiharbeitern mit denen man die Mitgliedslisten füllte, wurde auch noch pro Monat ein Beitrag von 6 Euro abgezogen. Dieser wurde aber nicht als Mitgliedsbeitrag ausgewiesen, sondern als „GB Sachaufwand“.

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  2. @ Esofee

    Der Schwindel mit den sog. christlichen Gewerkschaften ist doch schon seit einigen Jahren bekannt. Somit war der Bericht in „Frontal 21“ nichts wirklich neues. Unter dem Deckmantel „christlich“ wurden doch schon zu allen Zeiten anrüchige Geschäfte abgewickelt, Leute verarscht und für dumm verkauft. Es soll sogar Parteien geben, die sich mit dem Prädikat „christlich“ im Namen schmücken. Ein lügnerischer Repräsentant einer christlichen Partei wurde doch erst vor wenigen Tagen aus einem politischen Amt entfernt. Besser gesagt: Er mußte erst unter dem Druck der Öffentlichkeit beinahe gewaltsam entsorgt werden.

    Unter „christlicher Leitkultur“ verstehen einige „christliche“ Arbeitgeber aber auch, dass man unter dem christlichen Label auch eine Gewerkschaft gründen kann, die letztlich den Arbeitgebern in die Hände spielt. Diese Leitkultur funktioniert nach dem Prinzip: „Lieber Herr im Himmel, gib jedem das Seine, aber mir ein bisschen mehr !“ Und exakt nach diesem Leitmotiv wurden auch die Tarifverträge abgeschlossen, wobei aber die Arbeitgeber allein bestimmten, wie wenig die Arbeitnehmer erhalten sollten und wieviel mehr sie sich selbst zuschanzten. Hat doch einmal mehr prima funktioniert, der Trick mit dem christlichen Label und der gleichnamigen Leitkultur !

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  3. Klasse, dass diese menschenverachtenden und kriminellen Machenschaften der scheinheiligen und verlogenen Christen-Organisationen endlich aufgedeckt werden.

    Da soll noch einmal jemand erzählen, dass die Gesellschaft christliche Werte, christliche Führungskräfte und christliche Institutionen braucht. Pfui Teufel!

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