Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


„Irren ist auch päpstlich“
[…]Der Tübinger Theologe Hans Küng ist einer der schärfsten Kritiker von Papst Benedikt XVI. – daran lässt er auch in seinem neuen Buch keinen Zweifel. Im FAZ.NET-Interview spricht er über das mittelalterliche Herrschaftssystem des Papstes, Prunksucht im Vatikan – und die Überzeugung, Jesus auf seiner Seite zu haben[…]

Die päpstliche Esoterik
[…]Am Ende seiner theologischen Ausführungen räumt Benedikt allerdings Grenzen des Verstehens ein: „Das Dunkel, die Unlogik der Sünde und die für unsere Augen übergroße Helligkeit Gottes treffen sich im Kreuz und das übersteigt unsere Logik.“ Das Geheimnis der Sühne dürfe „keinem besserwisserischen Rationalismus geopfert werden“.
„Der christliche Glaube steht und fällt mit der Wahrheit des Zeugnisses, dass Christus von den Toten auferstanden ist“, betont Benedikt. Er redet für einen Theologen ungewöhnlich Klartext: „Jesus ist kein ins allgemein biologische Leben Zurückgekehrter, der dann nach den Gesetzen der Biologie eines Tages wieder sterben müsste. Jesus ist kein Gespenst („Geist“) (…) Die Begegnungen mit dem Auferstandenen sind aber auch etwas anderes als mystische Erfahrungen(…).“ Für Benedikt ist die Auferstehung „ein Ereignis in der Geschichte, das doch den Raum der Geschichte sprengt und über sie hinausreicht.“ Die Auferstehung sei anzusehen als so etwas wie ein „radikaler ‚Mutationssprung‘ „, „in dem sich eine neue Dimension des Lebens, des Menschseins auftut“. Die Auferstehung Jesu führe über die Geschichte hinaus, „aber sie hat eine Fußspur in der Geschichte hinterlassen“[…]

Religion macht nicht glücklicher!
[…]Komplizierter verhält sich der Zusammenhang zwischen Glück und Religion. Die Belege, dass Menschen mit einem tiefen Glauben sehr viel häufiger glücklich sind als etwa Atheisten, sind Legion. Allerdings scheint das vor allem in Ländern zu gelten, die insgesamt stark religiös sind. In säkularen Nationen kommen auch die Nichtreligiösen auf ein ansehnliches Glücksniveau[…]

Hass gegen den Islam
[…]Hannover. CDU-Chef Dirk Toepffer hat in den vergangenen Tagen „Hass-Mails“ bekommen. Auslöser ist sein Vorschlag in der NP: „Jeder sollte mal eine Moschee besuchen“. Evangelische und Katholische Kirche in Hannover haben diese Anregung begrüßt, auch von Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) kam Zustimmung.
Toepffers Bemerkung hatte sich ursprünglich nur an CDU-Mitglieder gerichtet, gestern sagte er: „Mir ist so viel Hass entgegengeschlagen, dieser Dialog ist offenbar für viele dringender denn je“[…]

Rheinland-Pfalz: Kirchenpfründe sind gesichert
[…]Mainz (epd). Die großen christlichen Kirchen blicken relativ gelassen auf den rheinland-pfälzischen Landtagswahlkampf. Unabhängig vom Wahlausgang am 27. März 2011 gilt es als äußerst unwahrscheinlich, dass sich das traditionell gute Verhältnis zwischen Kirchen und Regierung im Land verschlechtern könnte – weder bei einer Wiederwahl von Langzeit-Ministerpräsident Kurt Beck (SPD), noch bei einem Wahlsieg seiner CDU-Herausforderin, der studierten katholischen Theologin Julia Klöckner[…]

Anfertigung von Aktfotos in einer Kirche ist eine Straftat auch wenn niemand zuschaut
[…]Das Amtsgericht Memmingen hat ein Pärchen der Störung der Religionsausübung für schuldig befunden und es zu einer Geldstrafe von jeweils 30 Tagessätzen verurteilt. Das Pärchen hatte im Dezember 2009 Fotoaufnahmen in der katholischen Basilika der Benediktinerabtei Ottobeuren gefertigt, auf denen die Frau nur mit einem geöffneten Mantel bekleidet beziehungsweise vollständig unbekleidet abgebildet war[…]

USA: TV-Serientitel „Gute christliche Luder“ schockt Religiotinnen
[…]New York (kath.net/idea) Noch vor dem Start löst eine geplante Fernsehserie in den USA große Empörung bei Christen und Frauenverbänden aus. ABC (New York), eine der drei großen Rundfunkanstalten, will eine Unterhaltungsreihe unter dem Arbeitstitel „Good Christian Bitches“ (Gute christliche Luder) starten. Ein Pilotfilm ist bereits beim Produzenten der auch in Deutschland bekannten Serie „Sex and the City“ (Pro Sieben), Darren Star, in Auftrag gegeben[…]

Dalai Lama gibt politische Macht ab
[…]Der Dalai Lama will seine politischen Aufgaben niederlegen. Das teilte das religiöse Oberhaupt der Tibeter zum 52. Jahrestag des Volksaufstandes der Tibeter 1959 gegen die chinesische Besatzung ihrer Heimat am Donnerstag mit[…]

1 Comment

  1. »Mystiker« ist auch so ein Trick nicht zuzugeben, dass man gar nicht weiss worüber man redet. Die übliche männliche/menschliche Unfähigkeit einfach mal »Ich weiss es nicht« zu sagen.

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