Gottesstaat Deutschland geführt von Bischöfin Merkel


Quelle: 3.bp.blogspot.com

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem Fernsehsender ERF1 ein Exklusiv-Interview gegeben. Im Gespräch mit Jürgen Werth bekräftigte sie ihre Position zu PID und spricht über das Miteinander von Christen und Muslimen in Deutschland und weltweit.

Jürgen Werth trifft Dr. Angela Merkel – Jesus.de

„Ich möchte nicht, dass wir eine Gesellschaft sind, in der Eltern, die sich für behinderte Kinder entscheiden, unter einen Rechtfertigungszwang kommen.“, so die CDU-Politikerin. Das sei nicht mit der Würde des Menschen vereinbar. Sie habe sich für einen sehr strikten Kurs entschieden, wissend, dass es eine sehr schwere Entscheidung sei. Sie habe die Befürchtung, dass keine Begrenzung bei diesem Thema gefunden werde, auch wenn sie die Gegenargumente durchaus nachvollziehen könne.

Das Interview führte ERF Vorstandsvorsitzender Jürgen Werth in der vergangenen Woche mit der Kanzlerin in Berlin über Glaube und Politik, gesellschaftliche und ethische Fragen. In ihrem politischen Handeln schwinge auch immer der christliche Glaube mit, so Frau Merkel, deren Vater Pfarrer war: „Ich kann meine christliche Grundhaltung und mein politisches Tätigsein nicht voneinander trennen. Das ist meine Person.“

Politisches Handeln und der Umgang mit Fehlern und Kritik bringt sie in Bezug zu ihrem christlichen Grundverständnis: „Für mich ist die Tatsache, dass ich dem christlichen Glauben verpflichtet bin, auch schon von daher eine Beruhigung, weil klar ist, das der Mensch nicht vollkommen ist und auch ich selbst durchaus Fehler machen kann.“

Frau Merkel ging in dem Interview auf die aktuellen politischen Umwälzungen in den nordafrikanischen Staaten und den Ländern des Nahen Ostens ein, die mehrheitlich islamisch geprägt sind. „Wir haben auf der einen Seite ermutigende Zeichen. Menschen wollen nicht weiter bedrängt werden und ihre ureigensten Freiheiten wie Meinungsfreiheit und Pressefreiheit einfordern. Das finde ich gut“, sagte Frau Merkel.

Ob damit in jedem Falle gleich Toleranz verbunden ist, das heißt auch den anderen zu respektieren mit der anderen Religion, das habe sich noch nicht erwiesen. „Das müssen wir einfordern. Wir haben erschreckende Zahlen darüber, wie Christen verfolgt werden, in wie vielen Ländern. Es ist ganz objektiv die Religionsgruppe, die am stärksten verfolgt wird“, so die Kanzlerin.

Zum Miteinander von Christen und Muslimen in Deutschland meinte Frau Merkel: „Ich glaube, dass viele Menschen verunsichert sind über die Tatsache, dass wir viele Muslime bei uns haben. Das hat zum Teil damit zu tun, dass man die andere Religion vielleicht nicht so kennt, dass es vielleicht manchmal auch gar nicht so einfach ist, mit ihr ins Gespräch zu kommen, dass es durchaus auch Meinungsunterschiede geben kann.“

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3 Comments

  1. @ mve

    Angesichts der noch vorherrschenden Dominanz der Religioten in den diversen Medien, ist es geradezu wohltuend, dass ein Blog wie dieser, sich gegen die von einigen christlichen Politikern wieder und wieder bemühte These von der „christlichen Leitkultur“ wendet. Da du bisher offensichtlich nur die missionarisch anmutenden Propaganda-Reden der CDU/CSU-Politiker vernommen hast, sind dir leider die Argumente der sich für ein säkulares Deutschland einsetzenden Leute offenbar völlig unbekannt. Du bist eben – aus welchen Gründen auch immer – zweifellos auf einem Auge blind. Das führt dann dazu, dass du in Unkenntnis der Sachlage von „unsauberer journalistischen Arbeit“ faselst.

    Ist denn diese sog. „christliche Leitkultur“ wirklich so vorbildlich ? Ist es nicht vielmehr so, dass die christlichen Politiker diese Worthülse nur deshalb benutzen, um dem Volk Sand in die Augen zu streuen ? Religion und Politik miteinander zu vermischen wird schließlich von christlichen Politikern schon immer als probates Propaganda- und Vertuschungsmittel eingesetzt, um eine „christliche“ Politikqualität vorzutäuschen, die in Tat und Wahrheit aber nur auf dem Papier steht.

    Dass sich die Vermischung von Religion und Politik als unselig erwies, zeigte sich seinerzeit anläßlich der Diskussion über die EU-Verfassung. Da forderte doch Frau Merkel allen Ernstes, dass in die Präambel dieser Verfassung ein Gottesbezug aufgenommen müßte. Das war ein unzweideutiger Angriff gegen alle anderen Religionen und gegen die große Zahl der Konfessionslosen in Deutschland. Eine Forderung, die überaus kontraproduktiv war und dem Religionsfrieden keineswegs zuträglich war.

    Es gibt somit durchaus gute Gründe und Gegenargumente gegen den Merkelschen Versuch, Religion und Politik miteinander zu vermengen. Moral und Ethik ist schließlich keine christliche Erfindung. Auch in anderen Religionen, aber auch für Konfessionslose, ist der Humanismus für das Denken und Handeln der Menschen bestimmend.

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  2. Bei solch einer Überschrift kann ich nicht erkennen, dass der eigene Anspruch „Das Blog sammelt Medienbeiträge und stellt sie ungefiltert zur Diskussion durch die User“ erfüllt wird. Ich muss leider unsaubere journalistische Arbeit attestieren! Nur gegen etwas zu sein, reicht heutzutage nicht!

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    1. mve

      …dass der eigene Anspruch „Das Blog sammelt Medienbeiträge und stellt sie ungefiltert zur Diskussion durch die User“ erfüllt wird.

      Einfach weiterlesen und keine Halbwahrheiten verkünden:

      Ergänzend erscheinen unregelmäßig Kommentare und Essays von Mitgliedern der Brights-Bewegung, die ebenfalls frei diskutiert werden können und sollen.

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