Angela Merkel: Erdbeben, Tsunami, Nuklearkatastrophe und Realitätsverlust


Quelle: http://www.bundesregierung.de

Kanzlerin Merkel betont, dass wir gegenüber der Natur „ein Stück weit in Gottes Hand sind“. Erdbeben haben immer wieder die Gottesfrage provoziert, besonders das Beben in Lissabon von 1755 brachte die Frage nach der Rechtfertigung Gottes auf, wo er doch das Böse zulässt.

Von Christian ThomasFrankfurter Rundschau

Die Ehrfurcht vor dem Einmaligen kann enorme Energien freisetzen, und was sollte, so vollkommen selbstverständlich sie uns erscheint, einen größeren Seltenheitswert haben als unsere Erde. Am Freitag kam es, wie die Bundeskanzlerin am Samstagabend erklärte, zu einem „Einschnitt für die Welt“, mit dem Riss in der Erdkruste zu einer epochalen Zäsur, mit der „auch Deutschland nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“ könne. Die promovierte Naturwissenschaftlerin Merkel ergänzte über die Kettenreaktionen in Fukushima, dass wir „zur Kenntnis nehmen müssen, dass in einem Kernkraftwerk schwierige Ereignisse stattfinden, wahrscheinlich eine Kernschmelze“.

Seit den 1970er Jahren hat die Umweltethik die spirituellen (wer wollte: religiösen) Dimensionen der Ignoranz gegenüber der Natur betont – eine Ignoranz gegenüber Gewalten, „vor denen wir“, so Merkel jetzt, „machtlos stehen und die von uns immer wieder ein Stück Demut erfordern. Wir sollten Ehrfurcht haben vor der Natur“. Merkel fügte hinzu: „Jawohl, wir wissen, dass wir auch ein Stück weit in Gottes Hand sind.“

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1 Comment

  1. Die von der „Ex-Bundeskanzlerin im Wartestand“ wieder und wieder beschworene These, dass wir „ein Stück weit in Gottes Hand seien“, ist schlicht und ergreifend unerträglich und zum Kotzen. Eine Politikerin, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit ihrem kindlichen Glauben hausieren geht, sollte sich baldmöglichst auf den Ruhestand vorbereiten. Sie soll als Pfarrerin in der Kirche predigen, aber bitte kein politisches Amt mehr bekleiden. Von Politikern darf man erwarten, dass sie sich der Tatsache bewußt sind, dass Deutschland ein säkularer Staat und kein Gottesstaat ist. Also, weg mit der Merkel bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit !

    Ich habe bisher bei Wahlen noch nie darauf geachtet, ob ein Politiker gottgläubig oder konfessionslos ist. Mehr und mehr fällt es mir allerdings schwer, diesbezüglich Toleranz walten zu lassen.

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