Europaparlament: Unerträgliches Gejammer der Christen


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Hearing der EU-Christdemokraten in Brüssel: Intoleranz und Diskriminierung von Christen in Europa nimmt zu

Kath.net

Brüssel (kath.net/KAP) Internationale Experten und Europaabgeordnete haben am Mittwochabend im Brüsseler Europaparlament vor zunehmender Intoleranz und Diskriminierung von Christen in Europa („Christianophobie“) gewarnt. Das Hearing wurde von den EU-Christdemokraten/Europäische Volkspartei (EVP) veranstaltet. Auch Vertreter des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) nahmen teil. Das Bewusstsein über die Realität einer sich gesellschaftlich in vielfacher Form äußernden „Christophobie“ solle – ebenso wie das Bewusstsein über den Antisemitismus und die Islamophobie – in das politische Denken und Handeln der Europäischen Union einfließen, forderten sie.

In Spanien gebe es einen Trend, Religionsfreiheit restriktiver zu interpretieren als bisher, erklärte die spanische Rechtsprofessorin Lourdes Ruano Espina. Religiöse Äußerungen würden vermehrt ins Private gedrängt. Der Katholizismus werde als ein Faktor gesehen, der der modernen Gesellschaft widerspreche. Das werde auch anhand des vor drei Jahren eingeführten Unterrichtsfachs Staatsbürgerkunde deutlich, erklärte Ruano. Zahlreiche christliche Eltern hätten gegen das Fach protestiert, weil das dort vertretene Menschenbild wesentlich ihren Überzeugungen widerspreche.

Die italienische sozialdemokratische Europaabgeordnete Patrizia Toia betonte, es müsse anerkannt werden, dass es auch in Europa Gewalt gegen Christen gebe. Jeder Christ müsse daher umso eindeutiger für seine Auffassungen eintreten und sich dagegen wehren, dass Glauben zur Privatsache erklärt werde.

Der am Europakolleg in Brügge lehrende Staatsrechtler Joseph H. H. Weiler betonte, unter christlichen Intellektuellen gebe es oft ein Gefühl der Scham – u.a. über die Kirchengeschichte, die Judenverfolgung, die Vergehen der Priester – , weshalb viele den Glauben in ihrem Privatbereich ließen. Als Jude könne er Erfahrungen über Marginalisierung vermitteln, so Weiler. Die Beleidigung eines Juden werde zurecht gesellschaftlich geahndet und an einem eigenen Ausdruck – Antisemitismus – festgemacht. Viele Christen seien jedoch ablehnend gegenüber einer ebenso klaren Ausdrucksweise Beleidigungen ihnen gegenüber, meinte Weiler. Sie würden auch von sich aus viel zu wenig von ihrem Glauben oder ihren religiösen Überzeugungen preisgeben.

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2 Gedanken zu “Europaparlament: Unerträgliches Gejammer der Christen

  1. Argus7

    Wer den nichtgottgläubigen Teil der Menschheit dazu zwingt, religiöse Symbole – wie das Kreuz mit dem fast nackten Jupp – in Schulen und öffentlichen Gebäuden hinzunehmen, der hat keinen Grund, sich über mangelnde Toleranz zu beklagen !

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