Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


Quelle: bruedergemeinde.de

„Ohne Gott würde jeder Gott spielen“
[…]Zweifel sind vielgestaltig. „Wenn das Leid zu groß ist, Gott entsagen?“ fragte Pfarrer i. R. Martin Joos seine Zuhörer bei der „Männerrunde“, bei der es um das Thema „Atheismus“ ging. Zweifel seien vielgestaltig, auch die Theorie vom Gottestod. Joos: „Am liebsten machen wir unsere Götter selber. Dabei könnte eine neue Religion durchaus Shopping heißen!“ Die moderne Wissenschaft bemühe sich um Aufklärung der Menschen. Rudi Dutschke sprach beispielsweise von Selbstbefreiung und Selbsterfahrung von unbewiesenen Menschen, Befreiung von Herrschaft. Gott sei eine nicht belegbare Vermutung. Andererseits sei der Mensch unheilbar religiös, selbst Atheisten beteten in schwierigen Lagen[…]

Frankreich: Laizismus und Islam
[…]Im April soll im laizistischen Frankreich über den Platz des Islam debattiert werden. Ein Gesetz über die Trennung von Kirche und Staat verbietet es, Religionen zu subventionieren – beispielsweise beim Moschee-Bau. Manch ein Bürgermeister ignoriert das schlicht[…]

Moskau: Erste Scientology Hauptkirche Rußlands
[…]Neue Moskauer Scientology Kirche mit über 6.000 Quadratmetern erfüllt die Bedürfnisse für die wachsende Kirchengemeinde. Mitten in Moskau eröffnete Anfang März die Scientology Kirche ihre erste Hauptkirche Russlands. Bei der Einweihungsfeier des neuen Gebäudes waren mehr als 2.000 Scientologen, russische Regierungsbeamte, religiöse Würdenträger und engagierte Menschenrechtsverfechter zugegen[…]

Ägypten:  Sozialgeograf Prof. Fouad Ibrahim über die Muslimbrüder
[…]Der Islamismus gehe von Akademikern, Universitätslehrern und Studenten aus, so Ibrahim gegenüber idea. Für die Verbreitung ihres Gedankenguts werde besonders das Internet genutzt. Nach Ibrahims Überzeugung haben islamistische Gruppen „die friedliche Revolution gekapert“. Im Vergleich zu salafistischen und anderen extremistischen Gruppen gehörten die Muslimbrüder noch zu den gemäßigteren Gruppierungen. Derzeit gehe es ihnen darum, in der Verfassung zu verankern, dass keine Frau und kein Kopte Staatspräsident werden dürfe. Vom Militär könnten die koptischen Christen kaum Schutz erwarten, den dieses stehe unter starkem muslimischem Einfluss[…]

Buchmesse: Wachsendes Interesse an Spiritualität
[…] Auf großes Interesse sind die Angebote christlicher Verleger und Buchhändler auf der Leipziger Buchmesse gestoßen … „Es kann vorkommen, dass gerade junge Menschen sich hier eine Karte mit dem Vaterunser mitnehmen und sie zuhause neben eine Buddha-Figur stellen.“ Für Christen und den christlichen Buchmarkt sei das aber eine Chance. Es komme darauf an, verständlich und überzeugend vom eigenen Glauben zu sprechen. In der Vereinigung Evangelischer Buchhändler und Verleger sind rund 45 Verlage, 115 Buchhandlungen und zehn Dienstleistungsinstitute zusammengeschlossen[…]

Christ sein ist keine Privatsache
[…]Dillenburg (idea) – Gespräche über das Gehalt und den Glauben gehören zu den letzten Tabuthemen in der deutschen Gesellschaft. Diese Ansicht vertrat der frühere Leiter des Amtes für Missionarische Dienste der westfälischen Kirche, Pfarrer Klaus-Jürgen Diehl (Witten), bei einem Seminar „Vom Glauben leise reden“ in Dillenburg.
„Christen sind stumm wie ein Fisch im Wasser“, bedauerte er. Die Privatisierung des Glaubens müsse überwunden werden. Im Christsein gehe es nicht nur um die persönliche Beziehung zu Gott, sondern immer auch um die zu Mitmenschen und damit um die Öffentlichkeit[…]

Briten eher ungläubig
[…]Laut einer Umfrage der British Humanist Association (BHA) sind zwar zwei Drittel der Briten Mitglied einer Religionsgemeinschaft, 65 Prozent davon bezeichnen sich aber selbst als „nicht religiös“. Wie die BBC berichtet glauben 27 Prozent der Befragten, die sich als Christen bezeichneten, nicht an Jesus als historische Gestalt und Sohn Gottes. Weitere 25 Prozent gaben an, unsicher zu sein. Die BHA hatte die Umfrage durchgeführt, um Schwächen im staatlichen Zensus aufzuzeigen. Dort wird lediglich nach der Religionszugehörigkeit gefragt, so dass die Ergebnisse eine deutlich höhere Zahl an überzeugten Gläubigen suggerieren als es tatsächlich gibt[…]

USA: Homo-Ehen gewinnen an Akzeptanz
[…]Washington – Die gleichgeschlechtliche Ehe bleibt in den Vereinigten Staaten zwar umstritten, aber die Mehrheit der Bevölkerung befürwortet sie mittlerweile: Einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des TV-Senders ABC und der „Washington Post“ zufolge sind 53 Prozent der US-BürgerInnen für die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen PartnerInnen, 44 Prozent sprechen sich dagegen aus. Vor fünf Jahren hatten rund ein Drittel der Befragten die Homosexuellen-Ehe unterstützt. Das Thema bleibt aber sehr umstritten[…]