Joachim Herrmann(CSU): Penzberger Muslim-Provinz-Posse


Quelle: wikipedia

Die Verfassungsschutzberichte der Länder sind doch immer wieder interessant. Vor allem wenn es um kommunal-politische oder Länder-spezifische Entscheidungen geht.
Innenminister Herrmann(CSU), der schon mal gern den Eindruck entstehen lässt, er wäre nicht Herr im Hause seines Ministeriums, u.a. würde der Bayrische Verfassungsschutz machen was er für richtig hält und als Innenminister hätte er sogar keinen Einfluss auf diesen Dienst. Wir wissen dass das Blödsinn ist, Geschwafel eines Politikers, nicht ernst zu nehmen, aber ein paar interessante Aspekte auf die Beobachtungen des bayrischen Verfassungsschutzes seien erlaubt.

Seit Jahren vermittelt der bayrische Dienst den Eindruck, dass es im Lande zwei Zentren mit extremer islamistischer Tendenz gäbe. Eine davon ist die Gemeinde Penzberg, die andere eine Moschee in Erlangen. Während sich die vorbildliche Penzberger Gemeinde noch immer mit dem Extremismus-Verdacht ausgesetzt sieht, ist die Erlanger Gemeinde aus dem Bericht verschwunden. In Penzberg wird in deutscher Sprache gepredigt, in Erlangen nicht.  Und trotzdem wird die Erlanger Moschee nicht mehr im Bericht erwähnt. Liegt die Ursache vielleicht darin, dass das Bündnis für Toleranz in Erlangen, bestehend aus einer Reihe von religiösen Gruppierungen, protestantisch u.a., aber nicht nur religiös, Stimmvolk für eine eventuelle Wiederwahl des bayrischen Innenministers ist.  Immerhin ist Erlangen-Stadt der Wahlkreis von Herrn Herrmann. Eine Vermutung.

Komödie oder Trauerspiel? Der Verfassungsschutz und die Penzberger Muslime

Von Susanne Petersen Sonntagsblatt Bayern

Das Thema Islam erzeugt zuverlässig reflexhafte Reaktionen in der Republik. Erst diskutierte die Nation über Bundespräsident Wulffs Aussage, dass der Islam ein Teil von Deutschland sei; jetzt über den Antrittssatz von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), dass der Islam gerade kein Teil von Deutschland sei. Um welchen Islam ging es gleich noch?

Um den, der bewirkt, dass ein Attentäter im Namen Allahs am Frankfurter Flughafen zwei US-Soldaten erschießt? Oder um den, der jetzt an vier deutschen Universitäten, darunter Erlangen, in Zentren für Islamstudien gelehrt wird – mit millionenschwerer Unterstützung des Bundesbildungsministeriums? Offensichtlich gibt es gewisse Unterschiede. Und es scheint so, als könne man sich entscheiden, welche Ausprägung des Islams man unterstützen möchte.

Im bayerischen Innenministerium ist man diesbezüglich noch in der Orientierungsphase. Gerade erst hat der Verfassungsschutzbericht, der alle potenziell gewalttätigen Organisationen im Freistaat auflistet, zum dritten Mal in Folge die Islamische Gemeinde von Penzberg aufgeführt.

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