Warum hassen wir sie? – Why Do We Hate Them?


Spiegel-Titel – passend zum damaligen Spiegel-Autor H.M.Broder NRhZ-Archiv

Weit mehr als 100.000 Einträge findet man, wenn man „Why do they hate us?“ bei Google eingibt. Warum hassen sie uns? Diese Frage bewegt die US-Amerikaner seit dem Elften September und sie hat mit dem Beginn der arabischen Revolution eine neue Aktualität bekommen, weil gewisse Unstimmigkeiten zu Tage getreten sind, was unsere westliche Haltung den arabischen Ländern gegenüber angeht. Gute Antworten hat Noam Chomsky gegeben und man kann sie leicht auf Youtube finden.

(Not a direct translation)There are far more than 100.000 Google entries for „Why do they hate us?“. This question has engaged US Americans since 9/11 and Noam Chomsky provided some sound answers in a video shown on Youtube (www.youtube.com/watch?v=6pfcW0_sSuw). „Why do they hate us“ gained new momentum with the beginning of the Arab Revolution, as certain discrepancies became transparent concerning our Western attitude towards Arab countries. Yet the hate question is of special significance for another reason, too, one that goes almost unnoticed: it reflects the discourse of the ruling in which hate is a sentiment exclusively reserved for the antagonist, i.e. the enemy. The underlying deeper question is: why do we hate them?

Von Anis Hamadeh NRhZ

Die Hass-Frage ist allerdings aus einem bisher kaum beachteten Grund von besonderer Signifikanz, nicht nur für die USA, sondern auch für Deutschland, denn sie spiegelt den Herrschaftsdiskurs wider, in dem Hass ein Gefühl ist, das grundsätzlich nur dem Antagonisten zugeschrieben wird, also dem Feind. Die tiefer liegende Frage, die damit verdeckt wird, lautet nämlich: Warum hassen wir sie?

Otto von Bismarck wusste genau warum und er hat diese Karte strategisch ausgespielt. Damals war Frankreich das Objekt. Bismarck wusste, dass er die Deutschen einigen konnte, wenn er ihnen einen gemeinsamen Feind schenkte. Und es hat funktioniert. Adolf Hitler hat davon gelernt und denselben Trick verwendet, um das Land geschlossen hinter sich zu bringen. Er nahm unter anderem die Idee des Antisemitismus auf, eine alte europäische Idee, die bis in die Zeit der Kreuzzüge zurückreicht, und brachte sie auf die Spitze. Außerdem gab er der Mehrheit die Kommunisten, Sinti und Roma, er gab ihnen die Homosexuellen, die allzu freien Künstler und die Kranken zum Hass frei. Und auch Hitler hatte damit Erfolg.

In the original German version of the article at hand, – published by the Neue Rheinische Zeitung (www.nrhz.de) on March 16 -, mention is made of Otto von Bismarck and his strategy of unifying the Germans by providing a common enemy to them – France. Later, Adolf Hitler continued the strategy and introduced a new object of hatred to establish a strong in-group feeling among his fellow countrymen, namely the Jews. Anti-Semitism was, in fact, a traditional European idea that came up in the time of the crusades. The Nazis carried it to extremes, and added the communists, the Sinti and Roma, free artists, homosexuals and genetically deviant people. All those were permissible to be hated. In this way, the Germans developed their national identity: ‚we are not them‘.

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15 Comments

  1. Mich nervt die Kopftuchgeschichte.

    Ich trug bei schlechtem Wetter und im Winter gern mein woll-Kopftuch, allerdings nach Art „Russusche Babuschka“ gebunden, falls es jemandem was sagt.

    Eines Tages grollte mich ein älterer Herr in irgendeiner muslimisch wirkenden Kluft in einer mir nicht geläufigen Sprache an und wetterte eine ganze Weile.
    Ich habe keine Ahnung, was er wollte, aber vermutlich trug ich das Kopftuch „nicht richtig“.
    Es hat mir mein Kopftuch echt verleidet, und das NERVT MICH ganz schön, denn es war außerordentlich praktisch.

    Das Kopftuch hat seine Unschuld für mich verloren.
    Es ist zum Symbol geworden – und da gibts ja viele, die ebenfalls ihre Unschuld verloren.
    In dem Moment, in dem es darum geht, daß man Vorschriften erfindet oder Bedeutungen zuschreibt, gehts abwärts mit der leichtfertigen anwendung…

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  2. @Bürger
    Falsche Schlussfolgerung. Die Kopftücher der „alten“Frauen hat nicht die Symbolkraft der muslimischen Kopftuchträgerinnen, die vermehrt ihre Zugehörigkeit zu bestimmten Werten öffentlich zeigt. Jetzt hier nichts unterstellen Bürger. Ich grenze nicht aus !!!! Ich will nur nicht ständig die religiöse und Scharia- Zugehörigkeit vor Augen haben. Ich tue das im Umkehrschluss auch niemanden an. Warum wollen Sie mich partout ausgrenzen ?

    @claasfletcher
    Keiner hat behauptet, dass vor dem Gesetz nicht auch Muslime gleiche Rechte haben ! Schön unterscheiden claasfletcher !
    Hier geht es allerdings darum, dass durch die ständige öffentliche Zurschaustellung einer bestimmten Religion und Staatsform mein Frieden gestört ist – und das von HUnderttausenden auch !
    Ich laufe auch nicht mit irgendwelchen Symbolen herum und demonstriere meine Zugehörigkeit zu irgenwen oder was.
    Mal den Artikel 4 Abs.2 UND Abs. 1 durchlesen und dann wieder reden. Wenn du nicht klarkommst, dann die entsprechenden Kommentare dazu lesen. Die hat jeder Juri zur genaueren Auslegung zur Hand.

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  3. @ Quentchen
    Ich lebe in Baden – Würtemberg wo Kopftücher immer weit verbreitet waren. Meine Mutter trug praktisch immer eines und alle Frauen auf dem Dorf. Meist tragen Frauen auch heute mindestens bei der Garten, Feldarbeit, Stallarbeit usw. noch Kopftuch.

    Wenn du irgendwie den Islam oder alle Menschen aus „islamischen“ Ländern ausgrenzen willst, wirst du das nicht an den Kopftüchern festmachen können.

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  4. @ Quentchen
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kopftuch

    Informier dich doch erst mal über das Kopftuch. Ich finde das gerade Frauen aus „islamischen“ Ländern oft sehr schicke und modische Varianten tragen. Das ist eine Modeerscheinung die wenig mit Religion aber mehr mit zugehörigkeit zu einer Volksgruppe zu tun hat, ähnlich Trachten und Dirndln.

    Wenn man Modeerscheinungen nicht mag ist es auch am dümmsten, ein Verbot zu fordern. Deshalb fordere ich lieber kein Verbot von Lederhosen, das wird wird nur zu noch mehr Lederhosenträgern führen 😦

    „Langharige“ waren zu meiner Jugendzeit auch Anfeindungen und ausgrenzungen ausgesetzt, da trugen die erst recht und mehr lange Haare.

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  5. @Quentchen
    Schon mal was davon gehört, dass vor dem Gesetz alle gleich sind? Es wird auch nicht zwischen innerer und äußerer Religionsfreiheit unterschieden. Aber vielleicht sind ja die Christen etwas gleicher, als alle anderen.

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  6. Ich bin nicht in die kopftuchtragende Fraktion integriert und sie stört mich. Davon abgesehen, dass diese zur Schau gestellte „Religiösität“ mich abstößt.
    Mal davon abgesehen, dass sich hier alle auf Artikel 4 Abs.2 GG berufen, so ist es in der Auslegung doch so, dass Muslime sich darauf lt. Abs. 1 des Gesetzes nur Rechte zur innerren Einstellung berufen können und keine Rechte zum äußeren Handeln ableiten können.

    Die Sache mit dem Wachturm und Kontrollposten läßt auf den Schreiber Rückschlüsse zu.

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  7. @ Quentchen
    Ich weis nicht wo du lebst aber in diese Gesellschaft bist du nicht integriert bei dem was du schreibst. Ich vermute aber du hockst an irgendeinem Wachturm an irgendeinem Kontrollposten.
    Hier in der BRD würdest du wohl Amok laufen bei den vielen „Kopftüchern“, „Islamisten“ und „Imamen“ die frei und normal herum laufen und Niemand stöhrt sich daran.

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  8. @ Bürger
    Wie nun ? „Warum hassen wir sie“ ist das Thema. Da will ich nicht in einen Disput darüber verwickelt werden, wie kriminell/korrupt oder sonstwas unsere Politiker sind. Da mache ich mir schon selber ein Bild – ich bin dazu auch in der Lage.
    Was kriminell ist, wird sich im Zusammenhang mit dieser Debatte jeder gut vosstellen können: bepöbeln von deutschen Kartoffeln, bespucken, abzocken, diskriminieren, mit Schimpfwörtern belegen, Gewaltverbrechen, wie sie durch die Medien gehen, Frauen und Mädchen als Huren beschimpfen, etc.
    Dass nicht alle Moslems so sind,versteht sich von selbst, aber die genannten Dinge sind eben allgemein bekannt.

    Ich hasse „sie“ nicht. Ich will nur keinen zur Schau getragenen Islam. Ich dränge meine Religion auch keinen auf, indem ich Symbole sichtbar herumtrage. Religion ist Privatsache und soll jeder für und mit sich abmachen.
    Ich will nicht ständig mit Kopftüchern konfrontiert werden und ich will keine Scharia in Deutschland.
    Wir sind Deutschland und hier gelten die Maßstäbe dieses Landes.

    Ich verlange nichts von anderen, was ich auch nicht selber zu tun bereit bin.
    Wir könnten hier alle friedlich weiter zusammen leben, wenn nicht einige Hetzer/Imame diesen Frieden empfindlich stören würden.
    Mir reichen die paar Regeln, die ich angeführt habe und das war`s auch schon.

    Und Bürger, es ist mir egal, ob Focus besser ist als Spiegel.

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  9. @ Quentchen
    Kommt drauf an was du oder der Staat halt als kriminell ansiehst. Atomkraftbetreiber und die von ihnen bestochenen Politiker und Wissenschaftler sind für mich kriminell, für den Staat aber nicht. Wer Z.B. Giftgas und andere Massenmordwaffen exportiert ist für mich auch kriminell, für den Staat auch wieder nicht.
    Dafür ist es für den Staat wieder kriminell wenn ein Asylbewerber geflüchtet aus Pakistan oder Arabien „illegal“ einreist oder bei Duldung „illegal“ den Landkreis verlässt um Familienmitglieder zu besuchen, für mich nicht.
    Die Religionszugehörigkeit von „Straftätern“ wird sowiso nicht erfasst.
    Bildungsresistenz und Frauenunterdrückung gibt es auch bei fundamentalistischen Christen und Juden und garantiert nicht komplett bei allen Moslems. Viele „Moslems“ sind wie auch viele Juden und Christen gar nicht religiös, Es gibt auch immer ganz verschiedene Moslems, Christen und Juden, da kann man nichts verallgemeinern.

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  10. @Bürger
    ….und wenn es nur ihre Ablehnung von Schweinefleisch, das tragen von Kopftüchern ist….eigenes Recht und kulturelle Vorlieben…..
    Das alles sei doch jedem unbenommen. Ich mag auch nicht alles und essen und habe auch Vorlieben, die ich aber privat praktiziere.
    Es geht aber um etwas ganz anderes, was nun mal offiziell ist: Die hohe Kriminalitätsrate der Muslime, deren Frauenunterdrückung, die Bildungsresistenz und die weitgehende Abhängigkeit von Transferleistungen.

    Da könntest du mal draf eingehen, denn widerlegen geht ja nicht.

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  11. @ Quentchen
    Da hast du mal eine Ausgabe zu Vergleich
    http://www.dhm.de/lemo/objekte/pict/d2z13521/index.html

    Die Sache wird nicht dadurch besser weil es diesmal nicht „die Juden“ sondern „die Moslems“ sind. Menschen werden unter Generalverdacht gestellt, ausgegrenzt und verhetzt. Egal was sie tun und wenn es nur ihre Ablehnung
    von Schweinefleisch oder das tragen von Kopftüchern ist, wird ihnen von meist total vergreisten Volksverhetzern (zum Teil mit Stasi oder SS Vergangenheit !) zur Last gelegt und ihnen das Recht auf eine eigene Meinung und kulturelle Gewohnheiten abgesprochen.

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  12. @Bürger
    Geht´s vielleich ein wenig differenzierter und sachlicher?
    Zu der verallgemeinerten Hetze braucht`s nicht viel Hirn.

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  13. Der Spiegel Titel könnte vom „Stürmer“ der NSDAP von 1930 abgeschrieben sein.
    „Juden unterwandern Deutschland“, „Kauft nicht bei Juden“ und ähnliches wurde da tituliert. Für mangelhaftes Angebot an Schweinefleisch, Mangelhaften Schulsport und alles wurden Juden verantwortlich gemacht und gegen sie gehetzt.
    Bald wird man wohl fordern das alle Araber, Türken usw. einen Stern tragen müssen, da Sie als „Moslems“ angeblich eine Gefährdung des Grundgesetzes darstellen.
    Höchste Zeit das solch hoch vergreiste Hetzer wie Spiegel herausgeber Augstein abtreten.
    Focus ist sowso viel besser und erfolgreicher.

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