Die Mondverschwörung: Wo R. Steiner und A. Hitler „Gute Nacht“ sagen


Wie Hitler an den Südpol kam

Dass man „lechts“ und „rinks“ leicht „velwechsern“ kann, wusste schon der Dichter Ernst Jandl. Der Dokumentarfilmer Thomas Frickel verwirrt uns nun noch mehr – auf eine herrlich vergnügliche Weise. Ob Mondgymnastik oder Hitler-Ufos, ob gutes Wasser oder böse Juden, ob alternative Esoterik oder brauner Sumpf, das kommt alles in den Topf der Realsatire. Trotzdem schmeckt diese Suppe erstaunlich gut. Die Bauchschmerzen kommen vor allem von den Lachmuskeln.
Von Peter GuttingKino-Zeit.deDabei ist das Thema, das sich der Rüsselsheimer Satiriker vorgeknöpft hat, erst mal gar nicht lustig. Etwa 50 Prozent der zahlreichen und zum Teil höchst erfolgreichen esoterischen Bücher, die jedes Jahr erscheinen, enthalten antidemokratisches oder sogar antisemitisches Gedankengut. Und: Von allen Veröffentlichungen entfallen rund 20 Prozent auf den esoterischen Bereich. Aber Thomas Frickel macht aus solchen Zahlen keinen Aufklärungsunterricht. Stattdessen nimmt er den Zuschauer mit auf eine ebenso vergnügliche wie irritierende Reise. Genauer gesagt, er lässt den Chefreporter des amerikanischen Fernsehsenders DDC-TV, Dennis Mascarenas, dieses unaufhaltsame Einsickern in den braunen Sumpf erleben.

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  1. Apropos Rudolf Steiner ! Derzeit läuft in Stuttgart noch bis 22. Mai die Ausstellung „Kosmos Rudolf Steiner“, dem „Erfinder der Pseudowissenschaft Anthroposophie“. Einer der Sponsoren dieser Ausstellung ist die MAHLE-Stiftung. Hier ein Auszug aus deren Firmen-Philosophie:

    „Weltweite Verantwortung für gesellschaftliche Werte“
    Als weltweit tätiger Automobilzulieferer trägt MAHLE Verantwortung, die weit über das Unternehmen hinausreicht. Unseren Erfolg in den Weltregionen verknüpfen wir mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit. Das Ziel ist, Nutzen zu stiften und so zu wirken, dass wir für Menschen, Kulturen und für die Umwelt langfristige Werte erhalten und ausbauen. Diese gesellschaftliche Verantwortung ist tief in unserer Tradition verwurzelt und gehört zu den tragenden Grundwerten unseres Konzerns.

    Die MAHLE Stiftung: nachhaltig wirken
    Bereits 1964 übertrugen die Firmengründer Hermann und Dr. Ernst Mahle ihr Eigentum am Unternehmen der gemeinnützigen MAHLE Stiftung, die seither fast alle Unternehmensanteile hält und sie treuhänderisch verwaltet. Die MAHLE Stiftung dient gemeinnützigen und mildtätigen Zwecken – durch Förderung des Gesundheitswesens, der Jugendpflege und Jugendfürsorge, der Erziehung, der allgemeinen Volks- und Berufsbildung sowie des ökologischen Landbaus. Zu den Förderschwerpunkten der MAHLE Stiftung gehört seit langem die Filderklinik bei Stuttgart. Sie verbindet moderne, naturwissenschaftliche Schulmedizin mit ganzheitlicher, anthroposophischer Medizin. Unter anderem unterstützt die MAHLE Stiftung auch die Waldorfpädagogik und Forschungsvorhaben der Universität Witten/Herdecke.

    Ihren Wirkungskreis baut die Stiftung zunehmend auf internationaler Ebene aus: Sie fördert medizinische und soziale Projekte – zum Beispiel in Brasilien und anderen Ländern. So unterstützt sie aktuell unterprivilegierte Jugendliche durch Förderprogramme in Brasilien und engagiert sich verstärkt für die anthroposophische Medizin.
    (Zitatende)

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